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So schützen Sie sich im Auto vor dem Coronavirus

Das Gebot der Stunde lautet: Bleiben Sie zu Hause wann immer es geht. Aber gerade jetzt sind viele von uns auf das Auto angewiesen, etwa weil sie in der mobilen Pflege oder in Serviceberufen arbeiten oder weil sie für Nachbarn und Freunde einkaufen, die sich nicht selbst versorgen können.

Für viele, die in diesen Tagen mobil sein müssen, ist das Auto so etwas wie der "sichere Hafen" der eigenen Mobilität. Anders als in den öffentlichen Verkehrsmitteln können wir gerade im Auto den Kontakt zu unseren Mitmenschen einschränken und damit vermeintlich auch unterwegs beste Voraussetzungen schaffen, um uns vor dem Virus zu schützen. Trotzdem: Auch am und im eigenen Auto gibt es Kontaktstellen, die Sie jetzt regelmäßig gründlich desinfizieren sollten, um die Ansteckungsgefahr weiter zu senken, etwa Türgriffe, Türrahmen, das Lenkrad oder den Schaltknauf. Außerdem ein praktischer Tipp vorab: Im Erste-Hilfe-Set an Bord Ihres Autos findet sich eventuell auch ein Mundschutz, der in vielen europäischen Ländern verpflichtend zur Ausrüstung dieser Kits gehört.

Die Hauptregel ist, den Kontakt mit anderen zu minimieren. Aber wenn eine Fahrt gemacht werden muss, sollte man sich schützen. "Idealerweise nirgendwo hingehen. Wenn Sie irgendwohin müssen, gehen Sie alleine - teilen Sie das Auto mit niemandem. Wenn Sie mit jemandem gehen müssen, stellen Sie sicher, dass die Person keine akuten Symptome einer Atemwegserkrankung hat. Verwenden Sie eine Atemschutzmaske oder zumindest eine Gesichtsmaske. Stellen Sie sicher, dass Sie die Kontaktdaten aller anderen Passagiere haben, damit Sie sie finden können, wenn Sie feststellen, dass Sie infiziert sind ", erläutert Jana Parmová, Chefärztin bei ŠKODA, die Grundregeln, die jeder befolgen sollte.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Reisen mit dem Auto nicht risikofrei ist, selbst wenn es sich bei einem Auto um eine Art mobile Isolationseinheit handelt, mit der man den Kontakt mit anderen auf notwendigen Fahrten wie dem Einkauf von Lebensmitteln, Medikamenten oder anderen wichtigen Dingen minimieren kann.

Desinfizieren

Wenn es sich nicht vermeiden lässt, mit anderen in Kontakt zu kommen und mit dem Auto irgendwohin zu fahren, sollte man sorgfältig auf vorbeugende Hygienemaßnahmen achten. "Desinfizieren Sie alle Oberflächen, die Sie vor und nach der Fahrt berühren, insbesondere wenn Sie das Auto mit jemandem teilen oder jemanden mitnehmen", sagt Doktor Parmová. Man muss diese Reinigung sehr ernst: Die Desinfektion von Lenkrad, Schalthebel, Handbremse, Türgriffen, Radio und Infotainment-Steuerung würde jedem einfallen, aber man darf auch nicht die Hebel an der Lenksäule (Blinker und Scheibenwischer, Tempomat), die Ellbogenstützen, die Sitzpositionssteuerungen, die Türrahmen und Außentürgriffe oder den Gepäckraumgriff vergessen. Diese Grundsätze sind für Taxifahrer und andere Fahrer, die Fahrgäste befördern, noch wichtiger.

Womit sollte man jetzt aber das Auto desinfizieren? Die Organisation Consumer Reports empfiehlt beispielsweise, einige der Reinigungsprodukte zu verwenden, die bereits zu Hause zu finden sind. Mindestens 70 prozentige Alkohollösungen sind gegen Coronavirus wirksam und Isopropylalkohol schadet den Hauptoberflächen des Autos nicht. Genau das verwenden Autohersteller und ihre Subunternehmer zur Desinfektion von Teilen. Um die Sicherheit zu erhöhen, können laut Consumer Reports Alkohole auch verwendet werden, um die Sitzpolster und andere weiche Oberflächen im Auto abzuwischen. Dabei sollte man aber aufpassen, dass diese nicht durchnässen. Alkohol sollte weder Leder noch Lederimitationen beschädigen, denn eine übermäßig intensive Reinigung mit Alkohol kann das Material verfärben, weshalb man diese Oberflächen nicht zu hart schrubben sollte. Nach dieser Reinigung sollten Lederoberflächen im Auto allerdings mit Lederschutzmitteln behandelt werden.

Was nicht verwendet werden darf ist Wasserstoffperoxid, das höchstwahrscheinlich die Fahrzeugoberfläche beschädigt. Außerdem sollte man keine Reinigungsmittel, die Ammonium enthalten, auf Touchscreens im Auto verwenden. Mikrofasertücher sind ideal zum Reinigen aller Oberflächen und für alle Reinigungsmethoden.

Gesichtsmasken schützen andere, Atemschutzmasken schützen einen selbst

Man sollte unbedingt Schutzausrüstung verwenden (Gesichtsmasken und Atemschutzmasken), insbesondere wenn man mit Passagieren unterwegs ist und jemand Gefahr läuft, mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen zu sein. Eine klassische Gesichtsmaske aus Stoff schützt den Träger nicht vor dem Virus, kann jedoch das Risiko, dass der Träger andere infiziert, erheblich verringern. Selbst eine einfache Gesichtsmaske ist ein Zeichen der Rücksichtnahme auf die anderen im Auto und kann das Infektionsrisiko verringern. Für einen echten Schutz werden allerdings mindestens Atemschutzgeräte der FFP3-Klasse benötigt.

Übrigens, Autofahrer wissen es vielleicht nicht, aber viele von ihnen haben eine Gesichtsmaske im Erste-Hilfe-Kasten des Autos. In einigen europäischen Ländern waren Gesichtsmasken obligatorisch, in einigen Ländern sind sie es immer noch. Man sollte sich also das Erste-Hilfe-Set anschauen - möglicherweise findet sich eine Gesichtsmaske darin.

Doktor Parmová rät auch, das Auto nach der Reinigung immer gründlich zu lüften. Die Belüftung ist mit dem Ratschlag verbunden, die Klimaanlage zu reinigen. Das bedeutet nicht, das Auto in ein Service-Center zu bringen - das ist wirklich kein guter Zeitpunkt dafür. Man kann jedoch (beispielsweise online oder an Tankstellen) spezielle Sprays zur Reinigung der Klimaanlage und der Lüftung eines Autos kaufen. Obwohl diese nicht so effektiv sind wie eine professionelle Reinigung, können sie wiederum dazu beitragen, das Risiko zu verringern: Das Desinfektionsspray kann das Coronavirus möglicherweise nicht auslöschen, aber eine sauberere Heizung und Klimaanlage bedeutet ein geringeres Risiko, dass sich das Virus daran festsetzt.

Sicher tanken

Wenn man unbedingt mit dem Auto irgendwohin fahren muss, wird man auch früher oder später Kraftstoff tanken. Besonders an Tankstellen sollte man sehr vorsichtig mit der Hygiene umgehen. Der Kontakt mit dem Personal muss unbedingt auf ein Minimum reduziert werden und wenn möglich, sollte eine Selbstbedienungstankstelle gewählt werden. Nach dem Auffüllen des Autos sollten sofort die Hände gewaschen oder zumindest mit einer Händedesinfektionslösung desinfiziert werden - man sollte eine ausreichende Menge davon im Auto haben.

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