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Schön sein

Fastback steht beim i30 nicht nur für eine zusätzliche Karosserievariante, sondern auch für die Emotionalisierung seiner Kompaktklasse - ein schöner Rücken kann entzücken.

Hyundais Kompaktklasse ist ein rundum gelungenes Auto. Er ist ansprechend verarbeitet, bietet ein hervorragendes Preis/Leistungs-Verhältnis und sieht ganz passabel aus. Die emotionale Aufladung erfuhr der i30 durch die irrwitzige "N"-Version. Die Sportvariante des Golf-Gegners ist stark, hart, laut und herrlich unvernünftig. Das Problem dabei ist Folgendes: Er ist absolut kompromisslos. Nun gibt es Kunden, die den i30 sympathisch finden, aber weder das Pragmatiker-Duo Hatchback und Kombi, noch den Donnerkeil namens "N" kaufen würden. Kunden, denen bisher das spezielle Etwas gefehlt hat. Kunden, die sich ein kleines Bisserl Design und Luxus erwarten. Für genau die haben die Koreaner ihr i30 Portfolio um den Fastback erweitert.

Fastback? So hieß doch der klassische Mustang, mit dem Steve McQueen 1968 durch die Straßen von San Francisco heizte. Ja, das ist schon lange her, doch an diesem, mittlerweile 50 Jahre altem Beispiel sehen wir die selbe Vorgehensweise, die Hyundai auch 2018 anwendet. Die jeweilige Fastback-Variante schaut einfach fantastisch aus. Nicht, dass profane Mustang oder i30 hässlich wären, das feschere Heck haben allerdings eindeutig die Fließheckvarianten. Beim Hyundai verbessert die neue Karosserieform aber nicht nur die Optik, sondern auch den Alltagsnutzen. Mit einem auf 450 Liter gewachsenen Kofferraum hat der Fastback durchaus Familientauglichkeit. Durch die weit öffnende Klappe ist der Gepäckraum auch noch gut zugänglich.

Weniger luftig geht's überm Scheitel zu: das Dach des Fastback liegt nämlich etwa drei Zentimeter tiefer als das des herkömmlichen i30. Dadurch steht der Koreaner aber dynamischer da, was sicherlich auch an der neu gezeichneten Frontschürze liegt. Genau so fährt sich der i30 auch. Wie der kurze Bruder liegt auch der Fastback satt auf der Straße. Das Fahrwerk ist zwar weit entfernt vom brutalen "N", trägt aber einen Schuss Sportsgeist in sich, ohne aber die Insassen genauer über den Fahrbahnzustand zu informieren. Die Lenkung ist direkt, trotzdem relativ leichtgängig. Passend dazu ist die Charakteristik des Motors. Der Vierzylinder liefert bei einer vernünftigen Leistung und gerade noch annehmbaren Durst eine gute Performance. Fast vibrationslos stellt er beinahe übers gesamte Drehzahlband seine Kraft bereit. Damit zeigt sich eine weitere Parallele zwischen den Hyundai i30 und Ford Mustang Fastback. Beide sind sie Fahrzeuge, deren bester Platz vorne links ist.

Dort Platz genommen merkt man schnell, dass sich die Verantwortlichen viel Mühe gegeben haben, es dem Durchschnittseuropäer Recht zu machen. Das Gestühl ist ausreichend dimensioniert, bietet eine gute Position, lässt sich beheizen und, als besonderes Schmankerl, auch kühlen. Das kennt man zwar schon von anderen Hyundais, ist in dieser Größen- und Preisklasse aber höchst selten. Ebenfalls erstklassig ist die Haptik und Ergonomie im Cockpit. Die verbauten Materialien sind größtenteils hochwertig, die Verarbeitung top. Man merkt, dass die Koreaner den Diskont-Mief der frühen 2000er abgeschüttelt haben. Das zeigt sich auch bei der restlichen Ausstattung. In der getesteten Style-Version fehlt es dem Fastback, der preislich rund 1.000,- Euro über dem Hatchback beheimatet ist, an fast nichts. Der Koreaner kann mit flottem Infotainment-System, allerlei Einparkhilfen optischer sowie akustischer Natur sowie aktivem Spurhalteassistenten aufwarten. Beim gut zu schaltenden Sechsganggetriebe fehlt ein radargestützter Tempomat, der rund 2.000,- Euro teurere Doppelkuppler besitzt die adaptive Cruise Control.

Damit bestückt, durchbricht der Schönling die fast schon magische 30.000,- Euro Marke, als Schalter bleibt er darunter. So schafft der Hyundai i30 Fastback den Spagat zwischen Vernunft und Emotion. Er kann den teureren Mercedes CLA und Audi A3 zwar nicht ganz das Wasser reichen - muss er aber auch nicht. Trotzdem könnte es in Zukunft immer wieder vorkommen, dass Fahrer viel image- und preisintensiverer Marken anerkennend auf den formschönen Po des Hyundai i30 Fastback lugen werden. Vielleicht hinterlässt der fesche Koreaner sogar so einen Eindruck, dass genau diese Personen sich vorstellen können, selbst einen Hyundai zu fahren.

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