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Der NIU M+ Sport © NIU

High-Tech-Roller aus China

Das chinesische Unternehmen NIU baut innovative E-Roller und macht seit vergangener Woche gemeinsame Sache mit VW. Was steckt hinter dieser Marke?

Letzte Woche verkündete der Volkswagen-Konzern die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Unternehmen NIU, das sich auf die Herstellung von Elektroroller spezialisiert hat. Doch wer ist dieses, hierzulande weitgehende unbekannte Unternehmen?

Bereits zum Start von NIU 2015 sorgten die Chinesen für Furore. Ehemalige Top-Manager und Designer aus etablierten Unternehmen wie etwa der größten chinesischen Suchmaschine Baidu oder Microsoft China taten sich zusammen um einen Elektroroller zu bauen. Der Roller sollte dabei nicht bloß ohne Benzinmotor auskommen, sondern von Grund auf als E-Fahrzeug konstruiert sein. Herausgekommen ist der NIU N-Serie, der mit Elektronik und High-Tech nur so überhäuft ist. Der herausnehmbare Akku wurde am Boden untergebracht und sorgt so für einen niedrigen Schwerpunkt. Die Lithium-Zellen kommen von Panasonic und werden von einem Batterie-Management-System überwacht. Dazu überwachen zahlreiche Sensoren die verschiedensten Parameter und geben die Daten an diverse Steuergeräte sowie die NIU-Cloud weiter. Per App kann auf diese Cloud zugegriffen werden und erhält den Standort und die wichtigsten Daten des NIU auf einen Blick. Gleichzeitig werden die Daten anonymisiert verwendet, um die Roller-Software kontinuierlich zu verbessern. Für den Antrieb konnte BOSCH als Partner gewonnen werden.

Die Einführung des NIU erfolgte schließlich mittels Crowdfunding-Kampagne, die innerhalb kürzester Zeit zu einer der, bis dahin, zehn erfolgreichsten Kampagnen weltweit wurde. Seit September 2018 ist NIU auch an der elektronischen Börse NASDAQ gelistet. 2016 begann die in Österreich ansässige KSR Group mit dem Import von NIU und dem Vertrieb in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Luxemburg, Frankreich und Italien. Binnen kürzester Zeit wurde die N-Serie zu einem der beliebtesten (E)-Roller weltweit. In Österreich etwa wurden 2018 im Segment L1e-B nur von zwei Benzinroller-Modellen mehr Stück verkauft.

Seit Anfang 2019 bietet NIU mit dem NGT auch einen Leichtkraftroller im Segment L3e-A1 an, der mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h autobahntauglich ist. In Österreich und Deutschland war der NGT im ersten Quartal unter den drei beliebtesten Leichtkraftrollern. Nicht nur die Technik, auch das Design der NIU-Roller ist innovativ. Die runden „Halo“-Tagfahrlichter verleihen den Rollern einen einzigartigen Look, der dem Unternehmen bereits zahlreiche Designpreise einbringen konnte. Über 400 Fachhändler mit Werkstatt stehen mittlerweile in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Verfügung.

 

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