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Ferruccio und der Stier

Die Autos von Lamborghini prägten nicht nur das Dorf Sant' Agata in Italien, sondern auch viele Benzinbrüder. AUTO aktuell war dort auf Kurzbesuch.

Gallardo, Huracan und Aventador hat so manch einer schon einmal auf der Straße gesehen. Diablo und Countach kennen wir von Postern oder aus dem Autoquartett und auch der Miura ist dem ein, oder anderen schon einmal in einer Designzeitschrift oder Autosendung aufgefallen. Das wars doch eigentlich, oder?

Falsch, die Marke mit dem Stier hat nämlich um einiges mehr als die Genannten zu bieten. Das ist eigentlich die erste Erkenntnis, wenn man das Museo Lamborghini betritt. Das Museum, das direkt im Werk in Sant Agata untergebracht ist, strotzt eigentlich nur so vor Lambo-Geschichte. Dabei begann alles mit dem wohl berühmtesten Streit der Sportwagengeschichte. Traktormongul Ferruccio Lamborghini hatte andauernd Probleme mit seinem Ferrari. Praktischerweise war der Sportwagenhersteller im benachbarten Modena beheimatet und Lamborghini beschwerte sich beim Firmengründer, Enzo Ferrari. Dieser behauptete, dass Ferruccio nur Traktoren bauen kann und von Sportwagen keine Ahnung habe. Der Rest ist Geschichte, der 350 GT war der erste Sportler mit dem Namen Lamborghini und übertraf mit seinem Zwölfzylinder die Konkurrennz aus  Maranello deutlich. Noch aufmerksamkeitserregender war allerdings der Miura, der mit seinem Mittelmotor angeblich die 300 km/h-Marke durchbrach.

Mittlerweile darf Lamborghini auf insgesamt 19 Modellreihen zurückblicken. Dazu gesellen sich unzählige Einzelstücke, Prototypen aber auch Rennwagen. Sogar in der Formel 1 waren die Italiener schon aktiv. Bis einschließlich Ende Oktober zeigt das Museum aber eine besondere Ausstellung. Film Emotions heißt sie und zeigt die bekannten Filmautos aus dem Hause Lamborghini. Beispiele dafür wären der Countach aus dem legendären Burt Reynolds-Streifen Cannonball Run. Aber auch Superheldenfahrzeuge sind vertreten: der Huracan von Marvels Dr. Strange zeigt sich ebenso wie die Gefährte von Batman. Wem das immer noch zu wenig Lambo-Action war, kann auch einen Besuch der Montagehallen buchen und sehen, wie die Traumautos hergestellt werden. Prädikat: Sehenswert.

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