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Dynamik & Innovation

Digitalisierung und technische Innovation machen die neue A-Klasse von Mercedes zu einem Vorreiter in der Automobilindustrie. Doch kann der Daimler auch in anderen Bereichen überzeugen?

War die A-Klasse von Mercedes Ende der 90er und Anfang der 2000er noch ein eher klobiges Seniorenfahrzeug, präsentiert sich dieses Modell seit 2012 sportlicher. Das Konzept des Minivans wurde genau wie der Sandwichboden aufgegeben. Was bewirkte das mit der A-Klasse? Sie wurde ganze 18 cm tiefer, breiter und konnte nun der Kompaktklasse zugeordnet werden.

Die vierte Generation ist nicht nur um 12 cm auf 4,42 m Länge gewachsen, auch beim Design hat sich einiges geändert. Durch die abfallende Motorhaube und die aggressiveren Scheinwerfer wirkt die Front des Daimlers deutlich sportlicher und angriffslustiger. Im Vergleich zum Modell aus 2012 wurde für eine bessere Sicht auch die Frontscheibe vergrößert - laut Mercedes wurde die Rundumsicht um ganze zehn Prozent verbessert. Stark verändert hat sich auch das Heck: aus den klobigen Heckscheinwerfern wurden schmale LED-Leuchten, wodurch die Linien der A-Klasse schön unterstrichen werden.

Unser Testfahrzeug, der A200, ist mit einem 1,33 Liter Vierzylinder-Reihenmotor ausgestattet, der mit einer Leistung von 163 PS und einem Drehmoment von 250 Nm ganz gut dasteht. Vor allem im Sportmodus wirkt das Fahrwerk solide und es macht richtig Spaß, den Benz über eine kurvenreiche Passstraße zu jagen. Dabei liegt das Auto fast wie ein Brett auf der Fahrbahn und Schweißperlen sucht man auf der Stirn auch bei höheren Kurvengeschwindigkeiten vergeblich. Stirnrunzeln verursacht allerdings der Motor, der mit seinen 163 PS zwar gut seinen Dienst im Stadtverkehr oder bei gemütlichen Überlandfahrten verrichtet, jedoch bei etwas sportlicher Fahrweise schnell angestrengt wirkt. Ähnlich verhält es sich mit dem optionalen Doppelkupplungsgetriebe. Im Komfort-Modus schaltet das DSG die Gänge sauber durch und man hat das Gefühl, es weiß, was es tut. Der Sport-Modus bereitet etwas Kopfzerbrechen, da das Getriebe die Gänge immer voll ausdrehen will - auch wenn im höheren Drehzahlbereich merklich die Leistung fehlt.

Als erstes Modell von Mercedes besitzt die A-Klasse das neue Multimediasystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience), womit eine neue Ära bei der "Mercedes me"-Connectivity eingeläutet wird. Einzigartig ist dieses System dank seiner Lernfähigkeit mithilfe von künstlicher Intelligenz. Das System soll dabei von den Fahrern lernen, diese deutlich besser verstehen und sich durch Personalisierung anpassen können - und das vollautomatisch. Das System merkt sich zum Beispiel häufigere Routen oder Telefon-Gesprächspartner und macht daraufhin Vorschläge. Auch die Sprachsteuerung, die sogar Dialekte verstehen soll, kann sich sehen lassen: nur der Satz "Mir ist kalt!" reicht, und das System dreht selbstständig die Heizung auf.

Gesteuert werden können diese Funktionen auch über die jeweils 10,25 Zoll großen Displays, mit denen Mercedes das Armaturenbrett ausgestattet hat. Das eine sitzt direkt hinter dem Lenkrad und ersetzt den Tacho und den Drehzahlmesser, das andere findet man auf Höhe der Mittelkonsole wieder. Sowohl durch Berührung, als auch über ein kleines Touchpad in der Mittelkonsole kann der Touchscreen bedient werden, um unter anderem Informationen abzurufen, das Navigationssystem zu bedienen, oder "Mercedes me" zu aktivieren. Im Vergleich zum Vorgängermodell hat sich das Platzangebot vorne, vor allem aber hinten enorm verbessert - auch zwei etwas größer gewachsene Personen können nun problemlos hintereinander Platz nehmen. Das Kofferraumvolumen reicht von 370 bis 1.210 Liter - vollkommen ausreichend für ein Modell aus der Kompaktklasse. Das Modell A200 startet in Österreich preislich bei 33.290,- €, jedoch muss angemerkt werden, dass alle Multimediagadgets (inklusive MBUX), das Doppelkupplungsgetriebe, die Sportsitze und andere Features nur optional und gegen Aufpreis erhältlich sind. So kann sich auch der Preis unseres vollausgestatteten Testwagens sehen lassen: 53.013,02 € müsste man beim Händler für diese A-Klasse bezahlen. Wer allerdings mehr Leistung durch mehr Hubraum möchte, muss naturgemäß noch tiefer in die Tasche greifen. A220 und A250 kosten rund 5.000 bis 10.000 Euro mehr, haben dafür aber auch ein Mercedes-exklusives Herz und keinen Motor aus der Daimler-Renault-Nissan-Kooperation.

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