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Diese Sünden führen in den Stau

Dichtes Auffahren, plötzliches Ünerholen und zu schnelles oder langsames Fahren führen oft zu vermeidbaren Staus auf den Straßen.

Staus gehören zu den nervenaufreibendsten Momenten im Leben eines Autofahrers. Dabei ließe sich der Stillstand auf der Straße oft vermeiden, würden alle Verkehrsteilnehmer ein paar Regeln beherzigen. Die Liste der stauverursachenden schlechten Angewohnheiten beginnt mit zu dichtem Auffahren. Das oft abrupte Abbremsen führt vielfach zu einer Kettenreaktion, da auch die nachfolgenden Autofahrer das Bremspedal betätigen müssen. Stauforscher prägten dafür den Begriff „Schmetterlingseffekt“ – das erste Bremsmanöver setzt sich als Kettenreaktion bis hinten fort, bis irgendwann das erste Fahrzeug zum Stillstand kommt. Die Folge ist ein überflüssiger Stau, der bei besserem Fahrverhalten absolut zu vermeiden gewesen wäre. Als weiteren Auslöser für dieses Phänomen sehen Wissenschaftler Kolonnenspringen – also das Wechseln der Fahrspur in der Hoffnung auf ein zügigeres Vorankommen - und plötzliche Überholvorgänge an, die ebenfalls häufiges Bremsen nach sich ziehen.

Ähnlich verhält es sich beim Prinzip des Reißverschlusssystems. Bei fehlerhafter Anwendung – etwa wenn Autofahrer sich nicht geschmeidig genug der Geschwindigkeit auf der Nebenspur anpassen – wird der Verkehrsfluss unterbrochen und der erhoffte Effekt dieses Systems geht nach hinten los. Wenn möglich sollte zudem versucht werden, Hauptverkehrszeiten zu vermeiden, um so nicht die Kapazität der Verkehrswege zu überlasten. So soll die Sättigungsgrenze einer Straße bei 1500 bis 2500 Fahrzeugen pro Stunde und Spur liegen, wenn sich die Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h bis 100 km/h fortbewegen. Schnelleres und langsameres Fahren verringert dabei die Kapazität von Verkehrsbewegungen, wie Experten feststellten.  

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