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Bobo-Technikus

Toyota hat den einzigen Vollhybrid-Kleinwagen Europas im Portfolio. Wir testen den erfrischten Winzling dort, wo er hingehört - zwischen Wiener Naschmarkt und Karmeliterviertel.

Bobos, Hipster oder Lohas - die Bewohner der inneren Bezirke Wiens nennen sich unterschiedlich. Die, teils selbst ernannte, obere Mittelschicht im urbanen Umfeld gilt als Spezial-Zielgruppe. Gesund, politisch korrekt und nachhaltig sollen die Produkte sein. Und auffällig. Der Toyota Prius ist die Essenz des Spittelberger-Gedankenguts. Allerdings ist der Ökopionier mit seiner Außenlänge nicht unbedingt parkplatzfreundlich - und kostet gut 30.000,- Euro.

Die Lösung dieser Probleme heißt Yaris. Yaris Hybrid. Der doppelherzige Kleinwagen wird zwar seit sechs Jahren angeboten, wirkt dafür aber erstaunlich frisch. Nicht zuletzt dank des Facelifts im Jahre 2017. Die Japaner sind von der Benzin/Elektro-Kombi so überzeugt, dass sie sogar den Diesel aus dem Programm kickten. Faszinierend dabei ist, wie geizig der kleine Japaner mit Benzin umgeht. Ein Verbrauch mit einer Vier vor dem Komma ist problemlos schaffbar.

In seiner Klasse ist der kleine Japaner mit der Kraft der zwei Herzen konkurrenzlos, dabei macht diese Antriebsart vor allem in der City Sinn. Dort, wo die großen Hybrid-SUV an ihre Grenzen kommen, kann der kleine Toyota trotz auffällig großem Wendekreis seine Stärken ausspielen und beim hinrollen auf Zebrastreifen und rote Ampeln seine Akkus aufladen. Einen sensiblen Gasfuß vorausgesetzt, kann der Yaris auch kurze Strecken wie die Mariahilferstraßen-Begegnungszone sogar rein elektrisch zurücklegen - dabei mutieren selbst sportlich ambitionierte Fahrer zu Spritspar-Junkies. Das ist allerdings auch gut so, denn auf Landstraßen würden ebendiese Fahrer verzweifeln. Beim Beschleunigen steigt die Geschwindigkeit erst nach der Drehzahl. Daran ist das stufenlose Planetengetriebe schuld, das zwar ein technisches Wunderwerk ist, den Motor unter Last aber zum Dröhnen nötigt.

Schade, denn das Fahrwerk würde ohne Probleme mehr Leistung vertragen. Grundsätzlich ist es auf der strafferen Seite, wird aber auch Komfort-Ansprüchen gerecht. Überhaupt ist der Yaris überraschend luxuriös: Armaturenbrett in Lederoptik, Rückfahrkamera, Bicolor innen wie außen und eine gute Soundanlage. Schmerzlich vermisst wird da nur der Komfortblinker.

Versöhnlich gibt sich Toyota beim Preis. Der Yaris Hybrid ist schon ab 16.590,- Euro (15.090,- Euro Aktionspreis) in der Ausstattungsstufe Young zu haben. Bereits diese verwöhnt mit Bluetooth, Klimaanlage und automatischem Fernlicht. Für mehr Luxus-Features muss tiefer in die Tasche gegriffen werden - wobei 22.090 Euro (Aktionspreis 19.490,-) für die getestete Lounge-Version auch äußerst fair gepreist sind.

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