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Die moderne Bedienungslogik. Umgangssprachlich "Luftwatschen" spricht der Profi von einer Gestensteuerung.© BMW

Auto abwatschen, zurücklehnen und entspannen

Diesmal ging es in den Raum München um dem neuen 5er BMW als Touring unter die Haube zu schauen. Sicherlich ist der Bayer ein technischer Musterschüler – kann alles, weiß alles, tut alles.... - aber er lässt sich auch abwatschen. Ein Erfahrungsreise an Bord des Bayern.


München ist kein angenehmes Autopflaster. Selbst die BMW-Techniker geben zähneknirschend zu, dass der Verkehr derzeit eine Katastrophe ist – innerstädtisch sowieso und außerstädtisch ebenso. Daher referiert der Techniker bei der Auto-Einweisung auch nicht über die Power der Dieselmotoren und die Sprintperformance oder die sportliche Kurvenlage.

IT- oder Auto-Einschulung?

Er zeigt mir lieber die Vorzüge des teilautonomen Assistenten inklusive Fahrspur-Assistent, die Gestensteuerung, die Bedienung des an Apple angelegten iDrive-Bediensystems und die Möglichkeit mehr als ein halbes Dutzend mehr oder weniger praktischer Computer mit dem integrierten W-LAN-Hotspot koppeln können. Es ähnelt eher einer IT-Einschulung. Sitze ich in einem Auto? Jap. Aha. Zukunft eben.

Freude am Staufahren

Freude am Fahren war einmal. Nicht, dass der Bayer nicht lustig zu fahren wäre. Er wäre es. Auch der Basisdiesel hätte genug Schmalz. Nur bringt es nix. Ich zuckle auf der Autobahn dahin und resigniere schließlich. Der 5er kann aber noch was – nämlich er bereitet „Freude am Staufahren“. Mein Gemüt hat mittlerweile den Stau akzeptiert und so aktiviere ich den Super-BMW-Alleskönner-Tempomat. Nun lenkt, bremst, beschleunigt und hält den Abstand von selbst. Ein ungeheurer Luxus auf verstopften Autobahnen. Ich nenne es das „München Paket“ - kostet ja schließlich auch Aufpreis bei BMW.

Park-Butler an Bord

Ist der Stau geschafft, stellt sich die zweite Frage. Wo parke ich ein 4,94 Meter langes Auto mit schier unendlichem Kofferraumvolumen. BMW hat die Antwort – sofern das Navi mit dem Service RTTI (Real Time Traffic Information) geordert wird. Dabei lotst das Navi den Fahrer zu freien Straßen-Parkplätzen. On-Street Parking gibt’s übrigens auch in Österreich. Wie das System genau funktioniert, konnte ich dem Projektleiter allerdings nicht entlocken. Er grinste nur schelmisch und meinte „das wäre doch nicht g´scheit, wenn wir das verraten würden.“

Luftwatschen? Warum?

Verraten kann ich aber, was es mit der Luftwatschen auf sich hat. Jene lehnt unangebetene Anrufe ab. Weiters kann per Kreiselbewegung die Lautstärke adaptiert werden und das Victory-Zeichen wechselt den Radiosender. Wer hätte das gedacht...

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