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AUTOMOBILES CITROËN

Citroën Typ A 10HP © AUTOMOBILES CITROËN

100 Jahre Citroën

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums gibt die Marke Citroën einen Überblick über ihre einzigartige Erfolgsgeschichte – von der Gründung 1919 durch André Citroën über die legendärsten Modelle bis zu den Mobilitätskonzepten der Zukunft.

Einfallsreichtum, Visionen und Mut sind drei Schlagworte die untrennbar mit André Citroën und seinem Vermächtnis verbunden sind. Bis heute sind es wegweisende Technologien und einzigartige Werbekampagnen, die die Marke mit dem Doppelwinkel auszeichnen und ihr Image prägen - sei es die Leuchtreklame auf dem Eiffelturm oder die Advanced Comfort Federung der neuesten Citroën Modelle. Heute in der DNA von Citroën verankert, waren sie die Grundlage für die Etablierung der Marke und ihren weltweiten Erfolg.

Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Automobilpionier André Citroën eine Vision: Er wollte seinen französischen Landsleuten ein gleichermaßen erschwingliches wie praktisches Auto bauen. Sein Technikverständnis erlangte er bereits in jungen Jahren, als er das Prinzip der Kraftübertragung durch Winkelverzahnung in der Firma seines Onkels in Warschau kennenlernte. Im Jahr 1900 gelang es André Citroën das Patent zur Fertigung von winkelverzahnten Zahnrädern und Getrieben zu erwerben. In seiner 1912 gegründeten Firma startete er mit der Produktion von winkelverzahnten und spiralverzahnten Rädern und Untersetzungsgetrieben aus Stahl. Zu seinen ersten Kunden zählten unter anderem die Automobilbauer. Als André Citroën 1919 schließlich voll in den Automobilbau einstieg, um als erster Europäer Autos am Fließband zu produzieren, griff er die Winkelverzahnung als Symbol auf. Das erste Logo der Marke Citroën zeigte einen blauen Doppelwinkel mit gelber Umrandung. Bis heute ist der Doppelwinkel fester Bestandteil des Citroën Logos, das im Laufe der Jahrzehnte immer wieder eine Brücke zwischen Geschichte und Zukunft darstellte.

In den Jahren nach Firmengründung bereicherte André Citroën die Automobilbranche mit der Entwicklung verschiedenster Techniken. Hierzu zählten beispielsweise die ersten verstellbaren Vordersitze und die ersten Bremsleuchten - Merkmale, die heute längst zur Grundausstattung eines Autos gehören. Darüber hinaus verbaute er 1925 die erste Ganzstahl-Karosserie in einem europäischen Serienauto, dem Citroën Typ B12. Das Modell verfügte zudem als erster Großserienwagen über eine Vierradbremse, die es zuvor nur bei teuren Luxuswagen gab.

André Citroën machte aber nicht nur mit technischen Innovationen von sich reden: Auch in den Bereichen Werbung, Fertigung und Vertrieb (u.a. Finanzierung und Aufbau des Handelsnetzes) war er ein Pionier seiner Zeit. Seine Ideen gingen vom Aufstellen von insgesamt 150.000 Verkehrsschildern mit dem Markenschriftzug Citroën über die Organisation von Werbekarawanen und die Präsentation neuer Modelle bis zur Simulation von Unfällen, lange bevor das Wort "Crashtest" im Vokabular der Automobilindustrie auftauchte.

Am 3. Juli 1935 verstarb André Citroën in Paris. Bis heute hat Citroën jedoch immer wieder mit spektakulären Werbekampagnen für Aufmerksamkeit gesorgt. So sind insbesondere die legendären Werbeaktionen der 80er Jahre in Erinnerung geblieben, darunter der Werbespot "Die wilden Winkel" für den Citroën BX, der Auftritt des Citroën Visa GTi auf dem Flugzeugträger Clemenceau und der Citroën AX auf der Chinesischen Mauer. Im Jubiläumsjahr 2019 erinnert Citroën mit der Neuauflage der Markenkampagne an legendäre Modelle und Erfolge der Unternehmensgeschichte.

Die Anfänge: Citroën Typ A 10HP

1919 ist der Citroën Typ A 10HP nicht nur das erste Fahrzeug, das Citroën auf den Markt bringt, sondern auch das erste französische Auto, das in Großserie produziert wird. Schon bei der Entwicklung des ersten Autos wusste Unternehmensgründer und Visionär André Citroën, was er wollte: ein günstiges Fahrzeug mit geringen Unterhaltskosten. Dieser Grundsatz leitete alle Entwürfe, bis der Typ A 10HP am 4. Juni 1919 in Paris auf der Champs-Elysées präsentiert wurde. Nach dem amerikanischen Vorbild Henry Fords importierte André Citroën die Methoden der modernen Industrieproduktion nach Frankreich, welche die Herstellung robuster und sparsamer Autos in Großserie ermöglichten. Der Einführungspreis von 7.950 Franc war für die damalige Zeit außergewöhnlich niedrig.

Nachkriegszeit: Praktikabilität im Vordergrund

Als die Automobilproduktion nach dem Zweiten Weltkrieg wieder anlief, präsentierte Citroën den Typ H auf dem Pariser Automobilsalon 1947. Das Nutzfahrzeug "par excellence" richtete sich an Gewerbetreibende und löste den Citroën TUB sowie den Citroën Typ 32 ab. Dank seiner Variationsvielfalt und dem großzügigen flachen Laderaum fand der Lieferwagen große Verbreitung im öffentlichen Dienst und bei mittelständischen Unternehmen. Egal ob als Verkaufswagen für Straßenhändler als Krankenwagen oder Polizeifahrzeug - mit insgesamt 490.165 produzierten Einheiten bis 1981 war der Citroën Typ H ein echter Bestseller. Bereits Mitte der 1930er Jahre hatte Citroën das Projekt eines preiswerten Volksautos, dem künftigen Citroën 2CV begonnen. Ein radikal minimalistischer Kleinwagen sollte entwickelt werden. Ganz im Sinne von Firmengründer André Citroën wurde der Citroën 2CV, ein im Vergleich zum TPV komplett überarbeitetes Modell, schließlich am 7. Oktober 1948 auf dem Pariser Salon präsentiert. Beim Anblick der 2CV-Karosserie bezeichnete ein niederländischer Journalist das neue Modell als "hässliches Entlein" und begründete mit dieser Aussage den insbesondere im deutschsprachigen Raum üblichen Spitznamen "Ente" und den Kult des Citroën 2CV.

Designhighlights mit dem Doppelwinkel

Auch die DS zählt aufgrund ihres einzigartigen Designs und Komforts zu den begehrtesten Oldtimern. Als im Oktober 1955 der Pariser Automobilsalon seine Pforten öffnete, hatte "La Déesse" - "die Göttin" - auf dem Citroën Stand ihren ersten großen Auftritt. Die Besucher gerieten ins Schwärmen über zwei seinerzeit revolutionäre Features: die erstmals im Citroën DS eingesetzte Hydropneumatik und das stromlinienförmige Design von Citroën Star-Designer Flaminio Bertoni. Bereits am ersten Messetag wurden rund 12.000 Kaufverträge unterschrieben. Am Ende der Messe lagen über 80.000 Bestellungen für "die Göttin" vor. Zwischen 1955 und 1975 wurden weltweit insgesamt 1.456.115 Exemplare des herausragenden Citroën Modells produziert.

Kultstatus in einer ganzen Generation erreichte der Citroën Méhari Ende der 60er Jahre. Während eine ganze Generation auf den Pariser Straßen mehr Freiheit forderte, überraschte Citroën am 11. Mai 1968 im französischen Deauville mit der Präsentation des Méhari - ein Fahrzeug mit hohem Freizeitwert, das seiner Zeit weit voraus war. Das schlichte, vielseitige Cabriolet, das auf der Plattform der Citroën Dyane 6 gebaut wurde, überzeugte durch seinen farbenfrohen, unprätentiösen Auftritt.

Citroën in den 80ern: Wirtschaftlichkeit steht im Vordergrund

Nach der zweiten Ölkrise in den Jahren 1979/1980 standen die Citroën Modelle der 80er Jahre unter dem Einfluss des Wirtschaftlichkeit-Gedankens. So auch der im Oktober 1982 vorgestellte Citroën BX, der zusätzlich neue Akzente in puncto Aerodynamik und Karosseriebau setzte. Die Karosserie mit streng geometrischen Linien war Schöpfung des italienischen Designers Marcello Gandini aus dem Hause Bertone. Rundungen waren tabu. Eine besondere Innovation war der Leichtbau der Karosserie: Bei den Stoßstangen, der Motorhaube, der Heckklappe und der C-Säulenverkleidung wurden Kunststoffe eingesetzt. Neue Maßstäbe setzte der besonders sorgfältige Korrosionsschutz unter Verwendung von galvanisierter Stahl und Zinkbeschichtung. Zudem war die Karosserie die erste bei Citroën, die am Computer geplant und entwickelt wurde.

Citroën rund um die Jahrtausenwende

Mangel an Phantasie konnte man der Marke aus Paris nie vorwerfen. Und dennoch kumulierte der 1996 vorgestellte, überaus vielseitige und geräumige Citroën Berlingo so viele pragmatische und charmante Ideen, dass er selbst die Fans der Marke überraschte und eine neue Fahrzeugklasse kreierte. Bis heute ist der Berlingo ein Bestseller. Zudem war er auch Wegbereiter für die multifunktionalen Citroën Vans, die den Namen des bekanntesten Künstlers der Moderne tragen: der Citroën Picasso als Xsara, C3 und C4 - Modelle, die Citroën zum europäischen Marktführer bei den Kompakt-Vans machten. Auf einer vorderen Position in den Verkaufscharts platziert sich der französische Hersteller zudem bei den leichten Nutzfahrzeugen, denn seit den 1990er Jahren zählen neben dem Berlingo auch Jumpy und Jumper zu den Favoriten österreichischer Handwerker und Lieferdienste.

Mit dem Citroën Xsara hatte die Marke im September 1997 ein neues Modell zwischen Saxo und Xantia platziert, das den Fortschritt von Citroën bezüglich Komfort, Sicherheit und Fahrverhalten belegte. Bekanntheit erlangte insbesondere das Rallyefahrzeug Citroën Xsara WRC, mit dem der junge Sébastien Loeb seine ersten WRC-Läufe (2002) gewann und für die Marke mit dem Doppelwinkel den Titel in der Fahrer- (erstmals 2004) und Teamwertung (erstmals 2003) einfuhr. Viele weitere Titel sollten folgen.

Citroën heute

Mit der Markteinführung des Citroën C5 Aircross SUV in Österreich setzt Citroën 2019 seine internationale SUV-Offensive fort. Das neue Flaggschiff der Marke übernimmt die Designmerkmale der jüngsten Citroën Modelle und präsentiert sich als "Next Generation" SUV mit umfangreichen Fahrassistenzsystemen, Konnektivitätslösungen sowie vielfältigen Personalisierungsmöglichkeiten. Mit seiner Advanced Comfort Federung und Advanced Comfort Sitzen sowie seiner einzigartigen Variabilität mit drei Einzelsitzen hinten und einem Kofferraumvolumen "Best in Class" hebt sich der neue Citroën C5 Aircross SUV in seinem Segment deutlich ab. Im Jahr 2020 wird der neue SUV als erstes Fahrzeug der Marke mit Plug-in-Hybrid-Technologie PHEV angeboten.

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