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Roberto Viva/Baron Motorsport

© Roberto Viva/Baron Motorsport

Zwei Mal „Land der Berge“ auf der Ardennen-Achterbahn

Durch einen beeindruckenden Doppelsieg von Ernst Kirchmayr in Spa- Francorchamps liegt der Baron-Motorsport-Pilot aus Oberösterreich vor dem Finale in Mugello mit dem Amerikaner James Weiland punktegleich in Führung.

Mit einem großartigen österreichischen Doppelsieg ging das sechste und vorletzte Rennwochenende der Saison in der Kategorie Coppa Shell der Ferrari Challenge Europe heute in Spa-Francorchamps zu Ende. Ein Ergebnis das die Dramatik ins Unendliche steigert. Denn nun liegen der große Sieger Ernst Kirchmayr aus Oberösterreich und sein US-amerikanischer Konkurrent James Weiland vor dem Finale Mondiali im November in Mugello absolut punktegleich vorne.

Die hellseherischen Fähigkeiten von Philipp Baron haben sich bestätigt. „Spa liegt uns besser als der Nürburgring“, hat der Teamchef des Wiener IMMOWERT Baron Motorsport Teams, im Vorfeld gemeint. In Deutschland hatte Ernst Kirchmayr zuletzt seine Gesamtführung an den Amerikaner James Weiland verloren. In Spa zog der Baron-Pilot nun wieder gleich.

Wegen der hohen Fliehkräfte, die auf der Formel-1-Strecke im belgischen Spa auftreten, trägt der Kurs auch den Beinamen Ardennen-Achterbahn. Und Ernst Kirchmayr zeigte von Beginn an, dass ihm das durchaus Spaß macht. Schon im ersten Qualifying holte er eine klare Poleposition, während James Weiland nur von Startplatz sieben aus ins samstägige Rennen ging.

Vom Start weg zog Kirchmayr davon. Aber auch Weiland produzierte einen Blitzstart, katapultierte sich auf Platz drei. Der Deutsche Axel Sartingen und der US-Amerikaner hetzten Kirchmayr über den Ring, klebten ihm mit bis zu einer halben Sekunde Rückstand im Rückspiegel. Nach vier Runden ging Weiland an Sartingen vorbei. An Kirchmayr jedoch biss er sich die Zähne aus. Zu souverän war dieser diesmal unterwegs. Nachdem Axel Sartingen noch zwei Plätze einbüßte, ging Platz drei an den Niederländer Fons Scheltema.

Für das heutige Rennen schuf sich Ernst Kirchmayr in der Früh mit Platz zwei im Qualifying wieder eine hervorragende Ausgangsposition. Nur Axel Sartingen war diesmal schneller. James Weiland komplettierte als Dritter das Favoriten-Trio fürs Rennen. Dieses begann mit einem erbitterten Startduell zwischen Axel Sartingen und Ernst Kirchmayr, in welchem zunächst der Österreicher, dann aber doch wieder der Deutsche den längeren Atem hatte. Nach einer Kollision im Verfolgerfeld musste das Safety Car mehr als zehn Minuten lang auf die Strecke. Eine Zeit, die Kirchmayr nutzte, um sich eine perfekte Strategie für den Restart zurechtzulegen. Ab der neuerlichen Rennfreigabe schob sich der gelbe Ferrari 488 des Linzers am Polesetter vorbei, und diese Führung gab der Österreicher nicht mehr her. Im Duell um Platz drei rieb sich James Weiland am wiederum starken Niederländer Fons Scheltema auf. Schließlich leistete sich der Ami einen entscheidenden Fehler, der ihm nur Platz vier und somit den Punktegleichstand mit Ernst Kirchmayr vor dem Finale einbrachte. Beide Piloten halten nun bei 151 Zählern.

Dies freute natürlich den Doppelsieger von Spa. Ernst Kirchmayr: „Dass ich mit der Punktegleichheit nun vor dem Finale in Mugello eine realistische Chance auf den Gesamtsieg habe, ist ein wirklich großartiges Gefühl. Ich freue mich riesig, dass mir diese Ausgangslage hier auf dieser schnellen Strecke mit zwei starken Rennen gelungen ist.“

Und auch der „Hellseher“ strahlte. Baron-Motorsport-Teamchef Philipp Baron: „Das war endlich wieder ein perfektes Wochenende für uns, in dem Ernst Kirchmayr seine überragende Klasse perfekt ausspielen konnte. Jetzt werden wir uns mit voller Kraft auf das Finale konzentrieren, wo wir dann den Titel einfahren wollen.“

 

Ferrari Challenge Europe 2021, Termine:

10. - 11. April                   Monza (Italien)
 1. -   2. Mai                    Red Bull Ring (Österreich)
29. - 30. Mai                    Brünn (Tschechien)
19. - 20. Juni                    Valencia (Spanien)
27. - 29. August                Nürburgring (Deutschland)
11. - 12. September          Spa-Francorchamps (Belgien)
 4. -   7. November           Finali Mondiali in Mugello (Italien)

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