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Joel Kernasenko

© Joel Kernasenko

Saisonfinale beim X-BOW BATTLE

Kris Rosenberger dominiert einmal mehr die Gesamtwertung sowie die GT4-Klasse

Ein schwieriges Motorsport-Jahr ging für die X-BOW BATTLE beim „Heimspiel“ am Red Bull Ring versöhnlich zu Ende: Veranstalter Georg Silbermayr konnte bei besten äußeren Bedingungen 18 Starter in drei Klassen (GT4, Elite, X-BOW CUP EUROPE) begrüßen.

1. Rennen

Die Pole-Position für den ersten Lauf hatte sich Ex-Champion Holger Baumgartner relativ eindrücklich gesichert, er war klar schnellster Mann und somit auch bester „Elite“ Pilot. Mit Respektabstand dahinter der Doppelsieger des letzten Events, Rallye-Ass Kris Rosenberger als bester GT4-Teilnehmer. In der X-BOW CUP Europe Wertung konnte der junge Österreicher Jan Rihs den Holländer Rick Bouthoorn auf Platz zwei verweisen. Der Rennstart am Samstagmittag verlief beinahe problemlos, lediglich Holger Baumgartner hatte in der ersten Runde eine leichte Berührung zu verzeichnen, die ihn von der Spitze zurückfallen ließ. Kris Rosenberger nutzte die Gelegenheit und machte sich sofort aus dem Staub, während die Elite-Piloten Georg Silbermayr, Christian Schäfer und „BOB BAU“ dahinter um jede Zehntelsekunde kämpften. Schlussendlich setzte sich Schäfer, der schon beim letzten Event am Red Bull Ring einen starken Eindruck hinterlassen hatte, durch und kam am Schluss sogar noch ganz knapp an Rosenberger heran, dem allerdings auch dieses Mal der Gesamtsieg (sowie der Sieg in der GT4 Wertung) nicht zu nehmen war. Schäfer holte volle Elite-Punkte, Silbermayr wurde Zweiter, „BOB BAU“ Dritter. Rang vier ging an Christoph Doppler, der nach langer Abwesenheit wieder einmal mit von der Partie war. Hinter ihm überquerte der Schweizer Martin Koch im KTM X-BOW GT4 die Ziellinie, er holte sich somit Rang zwei in der GT4 Klasse, während seine Frau Angela Koch in ebendieser auf Platz drei (gesamt auf Rang 14) fuhr. Im X-BOW CUP EUROPE war der Kampf um Sieg und Punkte wie immer am härtesten, bis zuletzt waren es Jan Rihs und Rick Bouthoorn, die den Sieg unters ich auszumachen schienen. In dem hitzig geführten Fight kam es in der letzten Runde zu einer Berührung zwischen den beiden, worauf die Sportkommissäre eine 30-Sekunden-Zeitstrafe gegen Sieger Jan Rihs verhängten, der dadurch ans Ende des Feldes zurückfiel und im Kampf um die Meisterschaft wertvolle Punkte verlor. Somit kassierte Rick Bouthoorn die vollen Punkte, Tamino Bergmeier wurde nach einer starken, kämpferischen Leistung Zweiter, Newcomer Leo Pichler sensationell Dritter. Auch Leon Wassertheurer musste sich zu seinem vierten Platz durchkämpfen und hielt sich somit – wie Bouthoorn und Bergmeier – im Meisterschaftskampf, der im „Grande Finale“ des zweiten Laufes entschieden werden sollte. Auf den Plätzen lieferten die Debütanten ein tolles Rennen: Quereinsteiger Denis Liebl wurde Fünfter, Ski-Star Conny Hütter tolle Sechste.

2. Rennen

Die Startaufstellung des zweiten war zugleich das Ergebnis des ersten Rennens, was für den einen oder anderen Piloten eine besondere Herausforderung mit sich brachte, beispielsweise für die im ersten Lauf ausgefallenen Holger Baumgartner und Daniel Drexel, oder aber auch für den nach einer Zeitstrafe zurückversetzten Jan Rihs, welcher ebenso wie Tamino Bergmeier, Leon Wassertheurer und dem punktebesten Rick Bouthoorn um den Titel im X-BOW CUP EUROPE kämpfen wollte. Auch in der Elite-Klasse ging es zwischen dem regierenden Champion „BOB BAU“ und Newcomer Christian Schäfer um den Titel. Von alledem unbeeindruckt war Kris Rosenberger: Das motorsportliche Multitalent nahm den zweiten Rennlauf von der Pole-Position aus in Angriff, und wie schon in Lauf eins wehrte er sämtliche Angriffe – auch jenen von Holger Baumgartner ganz am Schluss des Rennens – souverän ab, womit er sich zum zweiten Mal in Folge zum Doppelsieger auf dem Red Bull Ring küren konnte. Die Plätze zwei und drei der GT4 Klasse gingen erneut an das Ehepaar Martin und Angela Koch aus der Schweiz. Holger Baumgartner gewann als gesamt Zweiter die Elite-Wertung, ein versöhnlicher Jahresabschluss für den Steirer, der zuvor drei Mal unverschuldet ausgefallen war. Im Kampf um den Titelgewinn der Klasse war es schlussendlich TrenCar-Racing Routinier „BOB BAU“, der in einem beinhart geführten Duell mit Christian Schäfer erfolgreich war: Sieben Punkte entschieden zu Gunsten von „BOB BAU“. Schäfer durfte allerdings auch mit dem Vize-Titel zufrieden sein, der CCS-Racing Pilot lieferte eine tolle Debüt-Saison ab. Last but not least fand auch der harte Kampf um den Titel in der X-BOW CUP EUROPE Wertung zwischen vier ähnlich schnellen und talentierten Youngsters ein Ende: Der Jüngste, der Holländer Rick Bouthoorn, jubelte verdient über seinen Gesamtsieg, den er mit Platz zwei hinter Supertalent und Einmal-Starter Leo Pichler fixierte. Doch auch wenn der Vorsprung auf seine unmittelbaren Verfolger punktemäßig relativ groß erscheint, ganz so eindeutig war der Saisonverlauf nicht: Sowohl der gesamt zweitplatzierte Deutsche Leon Wassertheurer als auch der drittplatzierte Österreicher Jan Rihs sowie Tamino Bergmeier aus Deutschland auf Rang vier konnten an allen Rennwochenende mit Speed und Talent überzeugen! Daniel Drexel war zeitweise auf Augenhöhe mit den vier Schnellsten – und wäre Laufsieger Leo Pichler bei mehr Rennen als nur beim Saisonfinale am Red Bull Ring dabei gewesen, hätte es wohl einen Fünfkampf um den Titel gegeben. Riesenpech ereilte im finalen Rennen Ski-Ass Conny Hütter: Am Weg zu einer Top-Platzierung riss eine Antriebswelle. Dass die junge Steirerin nicht nur auf Skiern, sondern auch am Lenkrad Talent besitzt, konnte sie dennoch unter Beweis stellen.

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