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Daniel Fessl

© Daniel Fessl

Keferböck/Minor bei der Red Stag Rallye Extreme: Auftrag erfüllt!

Das GAWOONI Racing Team mit Johannes Keferböck und Ilka Minor wollte bei der Red Stag Rallye Extreme von Vornherein nur Punkte holen, was mit Platz sieben gelang.

Bei der Jännerrallye, bekanntlich die langjährige Haus-Veranstaltung von Johannes Keferböck, gab es immer wieder Fahrer, die mit einem nicht ganz aktuellen Fahrzeug, oder wie beispielsweise Red Stag Rallye Extreme-Veranstalter Gerwald Grössing mit einem Mitsubishi Lancer Evo statt einem R5-Boliden die Rallye absolviert haben, um Punkte für die Staatsmeisterschaft zu holen. Recht ähnlich, allerdings unfreiwillig, kann man den Einsatz des GAWOONI Racing Teams beim großen Comeback der Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft (ORM), bei der Red Stag Rallye Extreme einordnen...

Weil sein eigentliches Auto, der ŠKODA FABIA Rally2 evo von seinem Stammteam in Polen eingesetzt wurde, musste Johannes auf ein älteres Auto, freilich eines von Partner  ŠKODA wechseln: „Es war halt Leider Gotttes nicht mein ursprüngliches Auto - es ist ein altes Auto, das fährt sich total anders als der ŠKODA FABIA Rally2 evo. Mein ursprüngliches Auto fuhr ja beim Europameisterschaftslauf in Polen, wir haben dann mit einem italienischen Team verhandelt, doch da kam am Dienstag erst die Nachricht, dass das Auto doch nicht kommen wird. Ich musste also von Dienstag auf Mittwoch in der Kürze der Zeit ein Auto aufstellen - daher wurde es kein evo, sondern ein Fabia aus dem Jahr 2018, es war ebenfalls ein Team aus Italien - jenes Team, mit dem ich 2015 zum ersten Mal die Rallye Monte Carlo gefahren bin. Zum Glück habe ich auf dieses Team zurückgegriffen, denn sonst hätten wir absagen müssen. Wir haben gewusst, dass wir mit diesem Auto nicht konkurrenzfähig sind. Ich habe ja auch gewusst, dass ich kein Schotterspezialist bin mit einer einzigen bislang absolvierten Schotter-Rallye - von daher war das kein Thema. Dieses Team - das sind supernette Leute, da bin ich sehr dankbar, dass sie aus Italien so kurzfristig hierher kommen konnten.“ Und: Das Auto kam problemlos über die grobschlächtigen, archaischen Schotterprüfungen...

„Steinharte Heckschleuder“ nach und nach setup-optimiert

Freilich musste sich Johannes Keferböck mit dem ungewohnten Fahrzeug langsam herantasten - wer die Abhänge auf den Prüfungen schon einmal in Natura gesehen hat, weiß, dass man dort nur dann am Limit fahren kann, wenn man sich rundum wohlfühlt. Johannes blickt zurück auf den Samstagvormittag: „Es lief alles andere als gut - wir konnten auf der ersten Prüfung, auf der wir effektiv gefahren sind (SP1 wurde gecancelt, Anmerkung), am Setup nichts verändern, die Fahrzeugeinstellung war steinhart, das Auto war wie eine Heckschleuder zu fahren - da haben wir zeitmäßig wirklich abgelegt. Wir konnten das Auto nur mit Mühe und Not auf der Straße halten. Wir haben dann aber

setupmäßig etwas probiert, das hat auch funktioniert, die Zeiten wurden dadurch etwas besser.“ So konnten Keferböck/MInor mit dem ungewohnten Fahrzeug etwa auf der vierten, der dritten gefahrenen Prüfung Platz fünf belegen und damit immerhin den Hausherren Gerwald Grössing und den schottter-erfahrenen Gerald Rigler schlagen. In Wirklichkeit ging es jedoch lediglich darum, das angemietete Auto sicher ins Ziel zu bringen und Punkte einzuholen - nur das zählte.

Mission erfüllt - Vorfreude auf Weiz

Als die Rallye unter recht chaotischen Umständen zu ihrem Ende fand, wurden Keferböck/Minor auf Platz sieben gewertet. So konnte ein erleichterter Johannes Keferböck im Ziel erklären: „Unser Auftrag ist erfüllt: Wir waren hier, um Punkte zu holen. Es war meine zweite Schotterrallye - von daher bin ich mit der Zeit auf der letzten Prüfung superhappy, es hat Spaß gemacht, ich weiß jetzt, was sich auf Schotter tut - aber es ist wie bei allem im Leben: Du brauchst Erfahrung, und ich brauche Schotterkilometer. Dadurch, dass wir halt nicht gerade die große Schotter-Nation sind, kommst du halt relativ selten auf losen Untergrund. Aber das ist für mich okay - wir waren da, wir haben Punkte geholt und jetzt freuen wir uns auf die erste Asphaltrallye in Weiz.“

„Wir werden schauen, dass wir in punkto Test vor der Weiz-Rallye gut vorbereitet sind und wir dann richtig gut aufgestellt sind mit meinem ursprünglichen ŠKODA FABIA Rally2 evo. Ich glaube, dass wir in Kroatien sehr viel über Asphaltrallyes gelernt haben und ich freue mich schon riesig auf die Rallye Weiz.“

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