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Es ist Zeit für Winterreifen

Ab 1. November ist Winterreifenpflicht! Das Landesgremium Fahrzeughandel und die Innung der Kraftfahrzeugtechniker informieren:

Auch wenn die Sonnentage jetzt im Herbst noch wärmen, kühlt die Temperatur am Abend bereits merklich ab. Damit ist es an der Zeit, die Winterreifen zu montieren. „Generell gilt in Österreich ab 1. November die Winterreifenpflicht. Allerdings sollten die Reifen bereits gewechselt sein, sobald die Temperaturen unter sieben Grad fallen“, empfiehlt Josef Nußbaumer, Obmann des Salzburger Landesgremiums Fahrzeughandel. „Durch die spezielle Gummimischung haften Winterreifen in der kalten Jahreszeit selbst auf trockener Fahrbahn deutlich besser als Sommerreifen. Bei Nässe oder Schnee wird dieser Unterschied noch größer. Gerade bei uns kann es schon im Oktober recht kühle Temperaturen geben. Darauf sollte man vorbereitet sein“, ergänzt Michael Peschek-Tomasi, Reifenexperte des Salzburger Landesgremiums Fahrzeughandel. Wer sein Auto also rechtzeitig winterfit machen will, sollte sobald wie möglich einen Termin in einer Fachwerkstätte vereinbaren, um Wartezeiten vorzubeugen und sich bei einem Neukauf die Reifen seiner Wahl zu sichern. „Auch wenn es bei einigen Marken zu Lieferschwierigkeiten aufgrund von Rohstoffknappheit kommen kann, warten die Fachwerkstätten mit attraktiven Alternativ-Angeboten in Top-Qualitäten auf“, so Nußbaumer.

Bei Winterreifen auf Qualität setzen

Da die Reifen die einzigen Verbindungspunkte zur Straße sind, rät Peschek-Tomasi beim Kauf auf die Qualität zu achten. „Hier sollte man nicht sparen und wirklich auf neue Reifen beim Händler des Vertrauens setzen. Denn bei gebrauchten Reifen kann es sein, dass Beschädigungen oft auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Und bei im Internet gekauften Reifen weiß man nie, wo und wie lange sie bereits gelagert wurden, darunter kann die Qualität leiden.“ Ganzjahresreifen sind laut Peschek-Tomasi grundsätzlich gute Produkte, allerdings für den alpinen Bereich und auch aufgrund der österreichischen Gesetzgebung ungeeignet. Denn generell verfügen Winterreifen über eine Profiltiefe von 8 bis 9 mm, hingegen Ganzjahresreifen nur zwischen rund 6 und 8 Millimeter. „Fällt die Profiltiefe unter die vorgeschriebene 4 Millimetergrenze, gilt der Reifen in Österreich nicht mehr als Winterreifen und bei einem Unfall steigt die Versicherung aus. Wer also ein Produkt mit 6 Millimeter Profiltiefe ersteht, kann nach einem Abrieb von 2 Millimeter bereits die nächste Reifen-Garnitur anschaffen“, so der Reifenexperte. Hinzu kommt, dass ein reiner Winterreifen aufgrund der Gummimischung einfach mehr Untergrundhaftung hat, das wirkt sich vor allem bei einer Vollbremsung positiv aus.

Beratung beim Reifenkauf wichtig

Deshalb sollte man sich bei der Auswahl des Reifens auf alle Fälle vom Reifenfachhändler individuell beraten lassen. Auch, weil nicht jeder Reifen für jedes Auto beziehungsweise Einsatzgebiet passt. Zu beachten sind unter anderem Dimension, Tragfähigkeit (Load-Index) und Geschwindigkeit (Speed-Index) des Fahrzeugs. Im Interesse der eigenen Sicherheit sollte man aber nicht am unteren Limit der Profiltiefe unterwegs sein. Der Reifenexperte rät auch, auf das Symbol „three peak mountain“ (der Berg mit den drei kleinen Spitzen) als Qualitätsmerkmal zu achten. Das Symbol „M&S“, also Matsch und Schnee, ist hingegen kein ausreichender Hinweis auf die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben eines Winterreifens.

Selbstmontage bei Autos mit RDKS oft nicht möglich

Autos mit einer Erstzulassung ab 1.11.2014 haben ein Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS), das bei Druckverlust eine Warnung aufscheinen lässt. Dabei wird zwischen direkt- und indirekt-messenden Systemen unterschieden. Aufgrund der komplexen Technik ist die Selbstmontage bei direkt-messenden Systemen schlichtweg unmöglich. Denn zum Programmieren der Sensoren und zum Zurücksetzen der Reifendaten wird Spezialwerkszeug benötigt.

Winterfit mit dem Wintercheck

Im Zuge des Reifenwechsels bei der Fachwerkstätte ist es sinnvoll auch gleich einen Wintercheck durchführen zu lassen, um das Fahrzeug winterfit zu machen. Dabei werden u.a. die Flüssigkeiten kontrolliert und auf winterliche Temperaturen umgestellt, die Beleuchtung, der Ladezustand der Batterie oder die Handbremse kontrolliert. Noch ein Tipp: Streusalz ist der große Feind des Autolacks, vor allem wenn dieser den einen oder anderen feinen Riss aufweist. Lässt man das Auto vor dem Winter aufpolieren, erhält der Lack eine Schutzschicht.  

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