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DTM-Chef Gerhard Berger: „Eine unglaublich harte Meisterschaft.“

Dieses DTM-Finale hatte viel zu bieten: Volle Tribünen am Norisring, blauer Himmel – und ein echter Thriller um den Titel, bei dem man bis zum Ende nicht wusste, wer Meister wird.

Es wurde Maximilian Götz (HRT Mercedes-AMG GT3), der erst sah, wie sein Konkurrent Kelvin van der Linde seinen anderen Konkurrenten Liam Lawson in der Spitzkehre ins Aus schickte. Und der dann die Früchte des guten Mercedes-Teamplays ernten konnte – als ihn erst Philipp Ellis und dann der überlegen Führende Lucas Auer (Mercedes-AMG Team WINWARD) vorbeiließen, damit Götz den nötigen finalen Sieg für die Meisterschaft holen konnte.

Lucas Auer bleibt als „Sieger der Herzen“ und als Zweiter im Rennen der Mann der Stunde: „virtuell“ hat er die drei letzten drei Sonntags-Rennen der DTM 2021 gewonnen – nach seinen Siegen in Assen und am Hockenheimring fuhr der Kufsteiner auch in Nürnberg in einer eigenen Liga auf und davon. Am Ende wurde er damit noch Fünfter in der Meisterschaft.

Gerhard Berger ist es als Chef der DTM mit seinem Team gelungen, die DTM 2021 zu ermöglichen und zu einer Erfolgsgeschichte zu machen – mit Hilfe der Fans, der Teams und der Sponsoren wurde eine „Formel 1 des GT-Sports“ erschaffen, wie ein italienisches Fachmagazin kürzlich titelte.

Gerhard Berger über...

... DTM 2021: „Ich habe mir immer eine Meisterschaft gewünscht, in der du bis in die letzten Runden des letzten Rennens nicht weißt, wer der Champion wird. Und am Ende ist es einer geworden, den wir am Morgen zwar auf der Liste hatten, aber sicher nicht ganz oben. Das ist es was die Fans sich erwarten, was der Sport braucht, was die Medien wollen. Aber es ist ein Ziel, dessen Erreichung du nicht planen kannst: es passiert, oder es passiert nicht. Fakt ist: Wir haben eine unglaublich harte Meisterschaft gesehen!“

...seine persönliche Überraschung der Saison: „Da gab es viele, aber ganz spontan würde ich sagen: Dass Arjun Maini am Samstag Zweiter wurde. Ein indischer Fahrer am Podium, das gibt es nicht in vielen Serien. Ich habe ihm auch am Grid am Sonntag noch einmal gratuliert zu seiner Leistung. Es war schön und neu, die indische Flagge am Podium zu haben. Er zeigt auch die internationale Qualität der DTM. Liam Lawson, Neuseeland, Alex Albon, Thailand, Kelvin und Sheldon van der Linde, Südafrika – und diese Leute aus aller Welt matchen sich mit einigen der besten Rennfahrer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das ist eine gute Mischung, die wir da jetzt haben.“

...das Finale am Norisring: „Der Norisring ist ein wichtiges Rückgrat der DTM. Es ist für uns das, was Monte Carlo für die Formel 1 ist und ein wichtiger Teil der DTM-Tradition. Ich bin sehr glücklich, dass wir es in diesem schwierigen Jahr geschafft haben, hier zu fahren. Der Motorsportklub hat uns sehr geholfen, und alleine das Layout der Strecke gab den Finalrennen noch einmal das gewisse Extra. Schönes Wetter, viele Zuschauer, das ist perfekt. Dazu kommt, dass wir hier wirklich ein bisschen Licht am Ende des Corona-Tunnels sehen – mit Fans, die wieder bei uns sein können und diese ganz besondere Nähe der DTM erleben. Und wir freuen uns schon auf eine nächste Saison mit den Fans – heute haben sie wieder gezeigt, wie sehr sie bereit sind, zu uns zu kommen, um unseren Sport zu erleben.

...das Thema Stallorder: „Als Promoter und auch als Sportler habe ich sie nie gemocht. Es ist nicht schön, dabei zuzusehen. Aber es ist die Realität. Selbst, wenn ich mich an meine eigenen Zeiten an der Seite von Ayrton Senna zurückerinnere, als er um den Titel gefahren ist und ich keine Chance mehr auf den Titel hatte. Das musste mir das Team gar nichts sagen. Ich habe ihm geholfen. Er war mein Teamkollege und er gehörte zur Familie. Ich selber war mir am wichtigsten. Aber wenn es für mich selbst nicht mehr möglich war, dann habe ich es für meinen Teamkollegen möglich gemacht. Das müssen wir hier ähnlich betrachten. Wenn man zum letzten Rennen in einer solchen Situation kommt, dann verstehe ich, dass Mercedes oder das Team, der Familie helfen will. Dennoch gefällt es mir nicht. Aber so ist es nun einmal."

„Man muss auch sagen: Mercedes hat sich stark positioniert, mit vielen Autos und guten Fahrern in jedem Auto. Das hat sich am Ende ausgezahlt. Lasst uns abwarten, wie es in Zukunft sein wird mit diesem Thema. Ich denke nicht, dass es während der Saison passieren wird, erst ganz am Ende. Wäre es früher so, werde ich sicherlich etwas dagegen tun."

...die DTM als Event-Plattform: „Die Plattform passt gut, auch mit den Rahmenrennen wie der DTM Trophy oder der DTM Classic. Dazu haben wir die DTM Electric präsentiert, die eines Tages eine weitere Ergänzung im DTM-Feld sein wird. Sie wird ein neues Familienmitglied. Wir werden den Fans viele unterschiedliche Technologien und Serien zeigen. Wir müssen und wollen den Fans Renn-Wochenenden für die ganze Familie bieten. Das Thema Elektro spielt dabei eine wichtige Rolle. Aber wenn wir den Fans Elektro-Racing bieten, dann nur, wenn wir am Ende spektakuläre Autos und gutes Racing haben. Mit Fahrern, die an ihr physisches Limit gehen müssen. Die Fans verdienen die beste Technologie, Autos, die bis zu 1.200 PS haben werden, und hohe Kurvengeschwindigkeiten. Dann wird man sehen, ob die Fans das auch annehmen.

...den neuen Meister Maximilian Götz: „Ich habe am Start mit ihm geredet und er hatte eine klare Vision. Er ahnte, dass sich seine beiden Konkurrenten Probleme bereiten würden und seine Chance kommt. Seine klare Vision und seine Erfahrung haben sich ausgezahlt.“

 

DTM 2021 (Endstand): 1. Maximilian Götz (Mercedes) 230, 2. Liam Lawson (Ferrari) 227, 3. Kelvin van der Linde (Audi) 208, 4. Marco Wittmann (BMW) 171, 5. Lucas Auer (Mercedes) 152, 6. Alex Albon (Ferrari) 130, 7. Philip Ellis (Mercedes) 129, 7. Lucas Auer (Mercedes) 125, 8. Mike Rockenfeller (Audi) 89, 9. Daniel Juncadella (Mercedes) 77, 10. Nico Müller (Audi) 56.

DTM-Herstellerwertung (Endstand): 1. Mercedes AMG 617, 2. Ferrari 368, 3. Audi 359, 4. BMW 235, 5. Lamborghini 48.

DTM-Teamwertung (Endstand): 1. Red Bull Alphatauri AF Corse 368, 2. Team ABT Sportsline 296, 3. Mercedes AMG Team Winward 281, 4. Mercedes AMG Team HRT 262, 5. Walkenhorst Motorsport 171

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