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Das K4 RALLY TEAM bei der Rallye Monte Carlo

Rallyevirus, Motivationsspritze und warum Freundschaften immer eine Rolle spielen

Während in Österreich die Veranstalter der Jännerrallye weiterhin das „Prinzip Hoffnung“ hochhalten und trotz Omikron-Welle auf den immerhin immer noch möglichen Termin im Februar (25.-27.) hinarbeiten, scharrt die Rallye Monte Carlo bereits in den Startlöchern - dass die weltberühmte Kultrallye auch in dieser Phase der Coronaviruspandemie stattfinden kann, liegt daran, dass der Weltmeisterschafts-Opener nicht wie die Kollegen aus Freistadt von Eintrittsgeldern abhängig ist und man zudem bereits im Vorjahr gelernt hat, das Spektakel zur Not auch ohne Publikum und dafür mit maximal möglicher Live-Berichterstattung abzuhalten. Für die in der Pandemie mitunter absagengebeutelte weltweite Community der mit dem „Rallyevirus“ Infizierten ist dieser Saisonstart daher wie im Vorjahr eine ganz besondere „Motivationsspritze“, entsprechend hoch werden daher die Internet-Zugriffe aus aller Welt sein...

Test: ŠKODA FABIA Rally2 evo Edition 120 fühlt sich gut an

Wie schon im Vorjahr sind Johannes Keferböck und Ilka Minor auch heuer wieder bei der „Monte“ am Start. Um bestmöglich vorbereitet ab Donnerstagabend mit Startnummer 29 als 21. Auto die insgesamt 17 Sonderprüfungen zu insgesamt rund 300 Kilometern in Angriff nehmen zu können, ist das K4 RALLY TEAM schon seit ein paar Tagen vor Ort.

Am Sonntag wurde in der Gegend rund um Gap eine Testfahrt absolviert. Johannes Keferböck berichtet: „Wir waren drei Teams - neben uns fuhren auch ein kanadisches Team und der legendäre ‚Fast Freddy‘ Loix - allesamt unter strahlend blauem Himmel auf Asphalt aber auch Schnee und Eis.“ Laut den Meteorologen sollen diese Bedingungen auch bei der Rallye selbst vorherrschen - eine reine Asphaltrallye befürchtet „Kefer“ dennoch nicht: „In den schattigen und auch den höher gelegenen Zonen wird man weiterhin Schnee und Eis vorfinden. Und dass es hier immer auch Neuschnee geben kann, haben wir schon im Vorjahr erlebt.“

Die Erfahrungen aus dem Vorjahr können Keferböck und Minor nur bedingt verwerten, da es sich bei der 90. Auflage der Rallye Monte Carlo um großteils neue Strecken handelt. „Daher werden die Pacenotes diesmal noch wichtiger sein.“ Der Test selbst verlief jedenfalls positiv: „Unser Einsatzteam Keane Motorsport setzt ja einen ŠKODA FABIA Rally2 evo der Jubiläums-Edition 120 ein und ich war mit der Abstimmungsarbeit ziemlich happy. Mir erscheint zudem, dass mir die Motorcharakteristik dieses Models ganz besonders entgegenkommt.“

Jubiläum: Ilka Minor fährt ihre zehnte „Monte“

Stichwort Pacenotes: Für Copilotin Ilka Minor wird es bereits die zehnte Rallye Monte Carlo sein. 2002 gab sie im Alter von 27 Jahren an der Seite von Manfred Stohl ihr „Monte“-Debüt, mit ihm hat sie 2006 mit Platz vier auch das bislang beste Ergebnis bei dieser Rallye errungen.

Weitere Starts bei der Rallye Monte Carlo gab es mit dem „verglühenden“ oder auch „verheizten“ Talent Evgeny Novikov, mit Henning Solberg und natürlich mit Johannes Keferböck, als dieser im Vorjahr seine insgesamt zweite „Monte“ (erste Teilnahme 2015) fuhr und man dabei Rang sieben in der WRC3 belegen konnte.

300 Sonderprüfungskilometer benötigen naturgemäß eine ganz besonders akribische Vorbereitung. Ilka Minor nickt: „Wir haben jetzt drei Tage mit jeweils rund sieben Stunden vor uns, um den Aufschrieb erstellen zu können. Dieser wird aber auch in punkto Streckenbedingungen ganz besonders wesentlich sein, wenn es darum geht, möglicherweise vereiste Passagen verlässlich zu notieren.“

„Eisspione“ Wittmann/Ettel: Best Buddies, große Verantwortung

Weil Eis jedoch nicht nur im Rahmen der Klimaerwärmung schmilzt sondern mitunter auch nur weil die Sonne scheint, sind die sogenannten „Eisspione“ gerade bei der „Monte“ von ganz besonderer Bedeutung. Wie schon im Vorjahr wird Franz Wittmann junior das Auto der „Spione“ pilotieren - an seiner Seite sitzt diesmal jedoch Bernhard Ettel. Womit zwei gute oder sogar beste Freunde erstmals wieder ein gemeinsames Abenteuer bestreiten werden - und das an jenem Ort, an dem sie einst Rallyegeschichte geschrieben haben.

Einst, genauer gesagt 2009, also vor „verflixten“ 13 Jahren, haben sich Wittmann und Ettel in einem Mitsubishi Lancer Evo IX bei der damals zur ERC zählenden Rallye Monte Carlo mit ihrer beherzten Fahrweise in die Herzen der Fans gebrannt. Weil sie aber zudem auch verdammt schnell unterwegs waren und auf den Stages als schnellstes Gruppe N-Team mitten in die damals vorherrschende S2000-Phalanx vorpreschen konnten, landete der Evo als „S2000-Schreck“ auf dem Header der ERC-Website...

13 Jahre später kehren die beiden Freunde nun also nach Monte Carlo zurück. Wittmann bestätigt: „Wir werden am Mittwoch in der Nacht aufbrechen - und wir freuen uns beide schon riesig auf unseren seit 2009 ersten gemeinsamen Einsatz im Rahmen einer Rallye.“ Dass Freundschaften respektive freundschaftliche Verhältnisse im K4 RALLY TEAM, in der Philosophie des Johannes Keferböck eine wichtige Rolle spielen, erkennt man an seiner Vorgehensweise, an bewährten Konstellationen festzuhalten: „In einem guten Klima ist es ganz sicher leichter, Optimierungsmöglichkeiten wahrzunehmen und diese auch umzusetzen.“

Allzu viel Zeit, um in alten Erinnerungen zu schwelgen, werden Franz WIttmann junior und Bernhard Ettel nicht haben, Wittmann bestätigt: „Es sind ja im Vergleich zum Vorjahr fast durchgehend neuen Strecken und unser Ziel ist es, Kefer wie im Vorjahr bestmögliche Infos über die Streckenbeschaffenheit geben zu können.“ Dazu dürfen die „Eisspione“ in einer Zeit von rund zwei bis 1,5 Stunden vor SP-Start über die Prüfungen fahren - sie liefern damit die letzten verfügbaren Infos über mögliche Eis-Passagen und sind somit für Keferböck/Minor so etwas wie eine „Versicherung“ für eine Zielankunft oder zumindest ein Garant dafür, dass man zumindest nicht wegen eines unerwarteten Wechsels im Belag von der Strecke fliegt...

Donnerstagabend: „Die legendärste Prüfung der Monte“

Eröffnet wird die Rallye Monte Carlo am Donnerstagabend mit dem Zeremoniellen Start um 18.45 Uhr. Was hernach folgt, beschreibt Johannes Keferböck mit den Worten: „Wir werden jene Sonderprüfung absolvieren, die in all den Jahren dieser Veranstaltung zur legendärsten SP der Rallye Monte Carlo wurde.“ Eine der beiden spätabendlichen Prüfungen führt das Feld auf den „Col de Turini“, Begriffe wie „Nacht der langen Messer“ haben sich ganz tief ins Bewusstsein der Fans gebrannt.

Wie sich das K4 RALLY TEAM beim spektakulären Auftakt der 90. Rallye Monte Carlo schlägt, kann über das Live Timing oder auch wrc+ (https://www.wrc.com/en/wrcplus/all-live/) mitverfolgt werden. In der im Vergleich zum Vorjahr neuen WRC2-Weltmeisterschaft starten heuer erstmals alle rally2 (früher R5)-Fahrzeuge, also auch jene der Werksteams.

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