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Daniel Fessl

© Daniel Fessl

Bereit für die große Challenge namens „Monte“ - K4 RALLY TEAM im WRC2 Masters Cup 2023

Johannes Keferböck und Ilka Minor reisen nach Südfrankreich, wo sie beim Auftakt der Rallye-Weltmeisterschaft, bei der weltberühmten Rallye Monte Carlo als einzige Österreicher ihr Glück versuchen. Heuer startet das K4 RALLY TEAM eine volle Saison im WRC2 Masters Cup - wie immer auf einem ŠKODA FABIA Rally2 evo.

Von 19. bis 22. Jänner steigt der bereits traditionelle Saisonauftakt zur Rallye-Weltmeisterschaft - mit der weltberühmten Rallye Monte Carlo. Es ist die bereits 91. Ausgabe des Kult-Events - die Rallye-Weltmeisterschaft feiert heuer ihre 50. Saison. Der WM-Kalender umfasst 13 Rallyes um den gesamten Erdball. In der WRC2 für rally2-Fahrzeuge können von den Teams nur sieben Rallyes nominiert werden, die besten sechs Rallyes zählen.

Im Vorjahr wurde erstmals auch der WRC2 Masters Cup abgehalten, der Piloten ab dem 50. Lebensjahr vorenthalten ist - heuer wird mit Johannes Keferböck auch ein Österreicher vertreten sein, an seiner Seite wie immer die WM-erfahrene Ilka Minor.

Insgesamt sind 75 Teams bei der Rallye Monte Carlo am Start - davon zehn in der höchsten WM-Kategorie rally1, satte 42 in der rally2, in der das K4 RALLY TEAM mit Johannes Keferböck und Ilka Minor wieder einen ŠKODA FABIA Rally2 evo zünden wird, der vom tschechischen Keane Motorsport Team betreut wird.. Keferböck/Minor sind punktberechtigt in der WRC2 (27 Teams sind eingetragen) und natürlich im erwähnten WRC2 Masters Cup, der bei der Monte mit zehn Teams vertreten ist.

 

„Konzentrieren uns auf den WRC2 Masters Cup“

„Wir konzentrieren uns heuer voll auf den WRC2 Masters Cup“, sagt Johannes Keferböck. Und fügt hinzu: „Hier können wir uns mit gleichaltrigen Teams messen, wobei wir schon beim Saisonauftakt einige sehr starke Konkurrenten dabei haben.“ So wird der Champion aus dem Premierenjahr des WRC2 Masters Cup, der Italiener Mauro Miele zur Titelverteidigung antreten - ein erfahrener Pilot mit 126 absolvierten Rallyes.

Weltbekannt ist der Franzose Francois Delecour, der seit 1981 satte 288 Rallyes absolvieren konnte, der 60-Jährige hat bereits mehrmals die rumänische Staatsmeisterschaft gewonnen. Sowohl Miele als auch Delecours pilotieren wie Keferböck einen ŠKODA FABIA Rally2 evo.

Eine Größe ist auch der vierfache Schweizer Staatsmeister Oliver Burri, der seit 1984 international aktiv ist und in 193 Rallyes 35 Gesamtsiege feiern konnte. Johannes Keferböck und Ilka Minor treffen im WRC2 Masters Cup also auf echte Kaliber - einer, der im Vorjahr beinahe den WRC2 Masters Cup gewonnen hätte, ist der dreifache deutsche Staatsmeister und Europameister 2001 Armin Kremer, der bei der Monte jedoch nicht am Start stehen und erst später in die Meisterschaft einsteigen wird.

 

Reifenwahl wird Challenge

Für Johannes Keferböck wird es die vierte Rallye Monte Carlo seiner Karriere sein, Ilka Minor kann bereits auf zehn Starts bei der Kultrallye zurückblicken. Ilka weiß: „Bei dieser Ausgabe werden die Prüfungen wieder relativ weit vom Servicepark in Monaco entfernt sein - da werden schon mal 100 Kilometer als Verbindungsetappe absolviert.“

Vom Wetter her rechnet Ilka mit dem „weißen Gold“: „Ich denke, dass jetzt der Schnee kommen wird, der ja auch zur Monte dazugehört. Womit natürlich die Challenge größer wird - doch eine Challenge hätten wir ja auch sehr gerne.“

Eine weitere Herausforderung wird für das K4 RALLY TEAM die Reifenwahl sein - Johannes erläutert: „Wir müssen im Servicepark schon mal sechs Reifen bestimmen, die wir mitnehmen beziehungsweise am Auto haben. Zwischen Vormittags- und Nachmittags-Loop wird es dann eine sogenannte Tyre Fitting Zone geben - dort liegen die Reifen für den Nachmittag auf. Das Team darf dort keine Servicearbeiten verrichten, denn es dürfen lediglich jene Werkzeuge verwendet werden, die wir im Auto an Bord haben, und ein Laptop darf angeschlossen werden. Wenn man also ein echtes Service benötigen würde, wäre das schlecht.“

Gerade bei Schnee und Eis werden Spikereifen eine Rolle spielen - die Frage, die sich stellen wird: Kann man auch mit normalen Winterreifen fahren? In der Geschichte der Rallye war nicht selten die Reifenwahl entscheidend. Denn mit Spikes auf Asphalt ist genauso katastrophal wie ohne Spikes auf Schnee und Eis...

Johannes: „Diese Tage bei der Rallye Monte Carlo sind stets ein wahres Abenteuer und ich konnte bei dieser Rallye immer schon sehr viel dazulernen. Das Flair ist unbeschreiblich - nicht umsonst haben manche bei der mega-erfolgreichen Jännerrallye angesichts der vielen Fans auch einen Vergleich mit der Monte gezogen. Wir freuen uns jedenfalls schon riesig auf die bevorstehende Woche.“

Das K4 RALLY TEAM wird im Vorfeld der Rallye Monte Carlo noch eine Testfahrt vor Ort absolvieren.

Das Starterfeld des WRC2 Masters Cup finden SIe hier:

https://www.ewrc-results.com/entries/77787-rallye-automobile-monte-carlo-2023/?sct=2092

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