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Tizian Ballweber

© Tizian Ballweber

Zu Besuch bei Auto Metzker

Recyceln ist heute wichtiger denn je. Da stellt sich die Frage, ob man statt einem Neuwagen nicht eine alte Kiste fahren kann. Wir waren beim Auto Metzker auf Schatzsuche.

Das Flugzeug kennt jeder. Wenn man auf der Triesterstraße zur SCS in Vösendorf fährt, sieht man es schon von weitem. Dahinter verbirgt sich einer der bekanntesten Autoverwerterhöfe Österreichs. Dorthin verlegte Josef Metzker Senior 1953 den Firmensitz, der seit 1936 zuerst im 12. Wiener Gemeindebezirk lag. Seit die SCS Mitte der 1970er Jahre gebaut wurde, ist der Weg zum Metzker etwas schwieriger geworden. Wir finden den Betrieb dank der lustigen und informativen Videos auf der Homepage. Als wir den Verkaufsraum betreten, begrüßen uns zwei Mitarbeiter. "Wir haben einen Termin mit dem Herrn Metzker", meinen wir, ehe einer der beiden den Chef holt. Durch das Fenster erspähen wir von weitem den fast zwei Meter großen Herrn Metzker. "Ich hab sicher keinen Termin mit zwei unsympathischen und bärtigen Herren, die mit einem großen schwarzen Auto bei mir vorfahren", meint er zur Begrüßung zu uns und unserem Porsche Cayenne Testwagen. Wir merken schnell, dass diese Worte des Willkommens nicht ernst gemeint waren. Wir bekommen das O.K., uns auf dem Hof umzusehen. Denn wir sind ja nicht zum Spaß hier (naja, irgendwie schon). Kollege Prinz und ich wollen versuchen, ein Schrottauto mit einem fiktiven Budget von 800 Euro wieder auf die Straße zu bekommen. Unsere Blicke fallen zuerst auf den ersten Stapel am Hof, auf dem sich ein NSU 1200 und ein Renault 15 befinden. Die herzurichten liegt leider außerhalb des Budgets, dafür fehlen zu viele Teile. Auch bei den anderen Autoleichen fehlt zu viel. Wir wenden uns hoffnungsvoll an Herrn Metzker.