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Andreas Reinsperger

© Andreas Reinsperger

Mercedes-Benz G500

Die Mercedes G-Klasse ist auch nach dem Generationswechsel ein echter Geländewagen und kein weichgespültes SUV. Und auch sein Charakter ist geblieben.

Wie, neu? Das war nicht ganz die Reaktion, die ich auf den kantigsten aller Mercedes erwartet hatte. Gut, man kann es wirklich niemandem verübeln, den neuen Mercedes G nicht als solchen auszumachen. Im Stadtverkehr ist der G eine überstattliche Erscheinung. Jeder, der das doch recht große Auto durch einen der inneren Bezirke fädelt, wirkt, als wäre er gerade auf dem Weg in den Wald. Sie sehen es an den Bildern, auch wir machten uns auf in Richtung unasphaltierter Schotterwege. Noch im innerstädtischen Stau fällt mir auf, wie hoch man eigentlich im G sitzt. Selbst der Kleintransporter neben mir verrichtet seinen Dienst gefühlt ein ganzes Stockwerk unter dem Mercedes-Thron. Ja, der hohe Sitzplatz adelt einen zum König des Staus. Der Fahrer im besagten Smart-Roadster darf derweil dem wohl klangvollsten Konzert jenseits der Ö3-Hörercharts lauschen. Sein Kopf befindet sich etwa auf der Höhe der Auspuffrohre, die den herrlichen V8 G klassisch auf der Wagenseite ausatmen lassen. Der Motor selbst ist ein alter Bekannter, verrichtet seinen Dienst in den AMG 63 Modellen von der C-Klasse bis hinauf, in die Regionen der S-Klasse. Aber auch der Supersportwagen Mercedes AMG GT in all seinen Varianten sowie mehrere Aston-Martin werden vom Vierliter Biturbo angetrieben. Und eben unser G.