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Nissan lädt auf
Ab Februar wird der Nissan Leaf in Österreich verkauft. Um 37.490,- Euro bekommt man das derzeit hochwertigste und luxuriöseste Elektrofahrzeug.
Der Nissan Leaf ist das erste Aushängeschild der langfristig angelehnten Kurskorrektur. Bis 2020 sollen zehn Prozent aller Nissan´s einen Elektromotor verbaut haben und lediglich an Stromtankstellen Energie zapfen. Nissan macht ernst und will das Elektrodarsteller weltweit vom belächelten Nebendarsteller zur ernsthaften Mobilitätsalternative hebeln. Der Leaf ist das erste erlebbare Ergebnis dieser Strategie und wurde quasi vom Reißbrett aus für die „spannende“ Antriebsform entwickelt. Die Lithium-Ionen-Akkus sind mittig im Flurbereich untergebracht und die Karosserie wurde mit installiertem Batteriepaket auf Crashsicherheit optimiert. Weitere Detailoptimierungen betreffen auch die akustische Aerodynamik. Durch den Wegfall des Verbrennungsmotors und den damit verbundenen Geräuschen treten natürlich andere „Störgeräusche“ in den Vordergrund. Und diesen hat sich Nissan durch aerodynamische Detailarbeit angenommen und so zum Beispiel Windgeräusche der Außenspiegel reduziert.
Das Innere ist geräumig und tadellos verarbeitet. Die Armaturen sind digital und informieren über die Befindlichkeiten der elektrischen Antriebsquelle. Den Spieltrieb fördern Bäumchengrafiken, die zu Tage treten, wenn der Leaf sehr effizient bewegt wird. Es erhöht sich dadurch auch die Reichweite, dem Dreh- und Angelpunkt schlechthin für das Elektrogefährt. Nissan führt einen Aktionsradius von 150 Kilometern ins Feld und dieser soll auch in der Stadt zu schaffen sein. Speziell das verzwickte Vorankommen im Stadtgebiet kommt dem Elektroauto sehr entgegen. Das hohe Drehmoment ist sofort abrufbar und bei Rotphasen genehmigt sich der Leaf – sofern nicht geheizt wird – kaum eine Milli-Amperestunde. Der Fahrbetrieb selbst ist sehr kommod, denn der Elektromotor mit 280 Nm beschleunigt den Leaf leichtfüßig und ohne Unterbrechung. Schalten ist natürlich nicht notwendig. Und im Stadtverkehr gefällt die Ruhe und Flüssigkeit der Fortbewegung. Typisch Nissan ist das Fahrverhalten. Wendig, komfortabel, mit direkter Lenkung und feinen Bremsen. Auch da spricht nichts gegen den Leaf. Neigt sich die Spannung jedoch dem Ende, starten die Argumentationen. Laden wir auf. Prinzipiell kein Problem. Praktisch erfordert der Umgang jedoch Organisation. Nissan bietet hierzu das Energiepaket von „Mobility House“ als Lösung. Um 1.090,- Euro bekommt man eine Stromtankstelle zu Hause implantiert und weiters wird im Rahmen des Energiepakets nur Ökostrom „ausgeschenkt“.
Preislich werden für den Leaf 37.490,- Euro verlangt. Inkludiert sind eine komplette Komfort- und Sicherheitsausstattung inklusive Navigationssystem und fünf Jahre Garantie oder 100.000 Kilometer auf die Elektrokomponenten. Nützlicher Gimmick: Der Leaf „kommuniziert“ auch mit einem Smartphone und verrät Ladestatus und Restladezeit.


