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Volle Energie

Der Hyundai Kona Electric und das Hotel Retter haben beide mit Energie zu tun. Das Auto verbraucht sie langsamer als vermutet, das Hotel lädt sie umso schneller wieder auf.

In freudiger Erwartung auf Erholung und gutes Essen gebe ich dem Hyundai Kona die Sporen. Normalerweise würde ich ein Elektroauto nicht in "Verbrennermanier" die Autobahn entlang scheuchen und schon gar nicht würde ich ein E-Mobil im Sportmodus den Berg - natürlich innerhalb unserer StVo - hoch heizen. Aber erstens sehne ich mich nach ein bisschen Ruhe und zweitens soll der Hyundai auch solche energieverschlingenden Beschleunigungseskapaden vertragen. Über 400 Kilometer soll der Koreaner spielend schaffen. Nicht nach dem realitätsfernen NEFZ-Zyklus, sondern nach WLTP. Das ist versöhnlich, sogar für einen Petrolhead wie mich. Außerdem ist der Kona wirklich flott: 7,6 Sekunden braucht das SUV für den Standardsprint und auch danach geht es munter weiter. Auf der Autobahn fühlt sich der Wagen also pudelwohl, dank niedrigen Schwerpunkts gehen auch kurvige Bergstraßen. In solchem Geläuf mit vielen Auf- und Ab-Passagen machen auch die Schaltwippen am Lenkrad nicht nur Spaß, sondern auch Sinn. Mit den Paddels kann man nämlich die Intensität der Rekuperation in drei Stufen einstellen: von widerstandslosen Gleiten bis zum mittleren Bremsvorgang beim Wegnehmen des Gasbefehls, wodurch aber wieder viel Bremsenergie in die Akkus gespeist wird. Direkt nachdem wir beim Hotel Retter angekommen sind, wird der Hyundai auch gleich vom Chef höchstpersönlich inspiziert. Herr Retter ist nämlich selbst begeisterter E-Auto Fahrer, alle Firmenautos sind zudem elektrisch.

Nach einem Glas Apfelsaft aus eigener Produktion geht's erst einmal ab ins Zimmer. Ich setze mich nur kurz aufs Bett, nur, um mich gleich instinktiv auf die Matratze fallen zu lassen - ein Wasserbett! Spitze. Das Missliche an meiner Lage war aber, dass ich wieder aufstehen sollte. Nach einem kleinen Kampf mit mir selbst, mache ich mich aber auf ins Nebengebäude, dem Retter BioGut. Dort wird vieles, was es im Hotel an Kulinarik gibt, hergestellt. Brot, Marmelade, Eis, aber auch Kekse und Schnaps werden hier nach höchsten Qualitätsmaßstäben produziert. Da ist es fast selbstverständlich, dass alle Erzeugnisse bio und nach Möglichkeit auch vegan sind. Das ist nicht nur für den Bauch, sondern auch fürs Gewissen gut. Weil sich auch der restliche Körper gut fühlen soll, gibt es einen Garderobenwechsel. Die Jeans weichen einem flauschigen Bademantel, die Sneakers den Stoffpatschen. Ab ins Spa, ab in den Whirlpool. Danach geht's für ein paar Längen in den Außenpool. Trotz der herbstlichen Temperaturen liegen viele Hotelgäste draußen auf Hängematten und Liegestühlen. Manchen scheinen die 12 Grad nichts auszumachen, andere mummen sich in Decken ein. Der Grund ist ein einfacher: die Luft in den Steirischen Bergen ist herrlich, duftet nach Laub und ein bisschen nach Obst. Mir fällt ein, dass ich mir vorgenommen habe, wieder einmal ein Buch zu lesen. Auch dafür gibt es Räumlichkeiten, die großzügig verglast sind und in denen völlige Stille herrscht. Ich begebe mich auf einen der freien Plätze und auch hier sind die Liegen mit einer Wassermatratze ausgestattet. Ich lese ein paar Seiten um gemütlich wegzudämmern.

Ich habe keine Ahnung warum, nennen wir es mal Intuition, aber rechtzeitig zum Abendbuffet wache ich wieder auf. Mein Hunger wird durch den schnellen Schritt bemerkbar, der mich, wieder in normale Kleidung gehüllt, schnurstracks Richtung Restaurant führt. Dort wartet schon der Chef auf seine Gäste und bringt jeden davon höchstpersönlich, in Begleitung eines kurzen, aber freundlichen Smalltalks, zum jeweiligen Sitzplatz. Dort hält es mich nur kurz, bis der zuvorkommende Kellner die Getränkebestellung aufgenommen hat. Dann geht es ab zum Buffet, wo es alles gibt, was das Herz, oder der Magen begehrt. Vom wahrlich perfekten Biorind über Fisch bis zum selbstgemachten Eis findet wirklich jeder etwas. Nach einem kurzen Abstecher an die Bar lege ich mich ins Wasserbett und schlafe in der Sekunde ein. Am nächsten Morgen fühle ich mich wie neu geboren und freue mich gleich aufs Frühstück - nicht grundlos: Das Frühstück spielt wie schon das Abendessen alle Stückerln. Auch die Familie Retter weiß, es ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Davon gibt es im Hotel Retter übrigens drei - auch ein Mittagsbuffet ist in der Pauschale inkludiert. Das kann man sogar im Bademantel einnehmen.

Nach einigen weiteren Stunden der Ruhe, beschließe ich, mich auf den Heimweg zu machen. Erschreckt stelle ich fest, dass ich das Ladekabel des Hyundai nicht richtig in die Buchse eingesteckt habe. Die Reichweitenanzeige lässt meinen Puls aber schneller sinken, als ein Leihrad im Donaukanal. Die Werksangabe lügt wirklich nicht, Energie haben wir beide genug - das Auto und ich.

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