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Semperit

Seit 1906 werden unter dem Wahlspruch „semper it“, lateinisch für „geht immer“, Reifen hergestellt. 80 Jahre später präsentiert Semperit die dritte Generation des Winterpneus „Speed Grip“, den Speed-Grip 3.© Semperit

Semperit: 111 Jahre Winterreifen

In der kalten Jahreszeit gehören Winterreifen ans Fahrzeug, um sicher unterwegs zu sein. Zudem gilt in Österreich die situative Winterreifenpflicht von 1. November bis 15. April. Ein absoluter Spezialist in Sachen Winterreifen ist Semperit, denn die Österreichische Reifenmarke feiert heuer den 111. Geburtstag.

Semperit wird heuer 111 Jahre alt. Seit 1906 werden unter dem Wahlspruch „semper it“, lateinisch für „geht immer“, Reifen hergestellt. Mit der österreichischen Reifenmarke verbinden sich Innovationen, die bis heute wichtig für Autofahrer sind. Dabei fing alles mit einem Schneider an. Johann Nepomuk Reithoffer (1781 – 1872) begann mit der Produktion von wasserfesten Materialien um „Wolltücher wasserdicht zu machen“. Damit legte, natürlich noch ohne Vorahnung, den Grundstein für das heutige Semperit. Erste Autoreifen wurden ab 1900 hergestellt – allerdings noch nicht unter dem bekannten Namen. Ab 1906 hießen die ersten Pneus Semperit und diese Reifen mit den heutigen Pkw- oder Nutzfahrzeugreifen schon einiges gemein. Die Motorisierung setzte in den 1920er-Jahren voll ein und Semperit trug dem Rechnung ab 1927 mit dem ersten Reifen für Nutzfahrzeuge.

Die Namen: „Europa-Express“ für Reisebusse und „Alpengigant“ für Lkw auf schlechteren Wegstrecken und der „Super-Transport“ für befestigte Straßen. Eine bis heute bahnbrechende Innovation der Österreicher kam 1936 auf den Markt – der erste Winterreifen der Welt, „Goliath“ genannt. Werbeplakate zeigten einen mit Schneeketten kämpfenden Autofahrer, während der „Goliath“-bereifte Pkw mühelos die steile, verschneite Straße erklimmt. Pünktlich zum 111. Geburtstag der Marke und knapp 80 Jahre später präsentiert Semperit die dritte Generation des Winterpneus „Speed Grip“, den Speed-Grip 3. Wir konnten den neuen Winterreifen Speed-Grip 3 von Semperit ausgiebig auf Eis und Schnee testen und dem Slogan „nimmt den Winter sportlich“ auf den Grund gehen.

Die Geheimzutat hilft

Eine Optimierung eines Winterreifens ist keine leichte Aufgabe, denn verschiedenste Eigenschaften sind untrennbar verknüpft. Verbessert man den Nassgriff, verschlechtert sich der Trockengrip, um nur ein Beispiel zu nennen. Die Vorgaben für den Speed Grip 3 lauteten daher: Bei gleichwertigem Trockengrip sollten Schnee-, Eis- und Nassgrip verbessert werden. Daher haben die Ingenieure ein neues, laufrichtungsgebundenes Profildesign entwickelt. Ein Clou findet sich auch an der Außenseite des Reifens in Form einer Gebirgssilhouette. Diese Griffkanten erhöhen die Traktion bei Tiefschnee und helfen beim Anfahren. Weiters erhöhte Semperit die Anzahl der Profilblöcke, damit sich mehr Griffkanten mit dem Schnee verzahnen. Und: Der Speed-Grip 3 bietet noch eine Geheimzutat: Schneehaken in den Schulternuten haken sich bei Kurvenfahrt in den Schnee und bewirken eine höhere Seitenführungskraft. Als Ergebnis ist das Handling präziser. Auf nasser Fahrbahn schützen tiefe Profilrillen vor dem gefürchteten Aquaplaning und auf trockener Fahrbahn verzahnen sich die Profilblöcke mit dem Asphalt.

Vier Prozent

Vergleicht man den Speed-Grip 3 mit dem Vorgänger, konnte Semperit den Bremsweg auf Eis um vier Prozent reduzieren. Schneetraktion und -handling legen um ein Prozent zu und beim Aquaplaning übertrifft der neue Winterreifen seinen Vorgänger leicht. Trockenhandling und Rollwiderstand rangieren auf dem Niveau des Vorgängers. Audi bis Porsche Zu haben ist der Speed-Grip 3 für Felgengrößen zwischen 15 und 20 Zoll und Freigaben bis zu 270 km/h. Auch Exoten wie Audi R8 oder Porsche Cayenne werden abgedeckt und zum Portfolio gehört auch die rollwiderstandsarme Größe 195/55 R 20, die derzeit von Renault verwendet wird. SUVs werden von 17 bis 20 Zoll und Freigaben bis 240 km/h bedient.

Sparen kann kosten

Abschließend konnten wir uns über den Einfluss der Profiltiefe bei Schneefahrten überzeugen. Zur Wahl standen Fahrzeuge mit 8mm, 4mm und 1,6mm Profiltiefe für Testfahrten auf einer abgesperrten Strecke. Das Ergebnis war beachtlich und erschreckend zugleich. Bereits das 4mm-Profil zeigte spürbare Traktionsnachteile gegenüber dem 8mm-Profil. Auch beim Bremsen waren die Nachteile deutlich spürbar. Fast unfahrbar war jedoch das 1,6mm-Profil. Daher der eindringliche Rat: Auf die Profiltiefe achten. Gesetzliche Limits schützen vor Strafen, verhindern im Falle des Falles aber keinen Unfall. Die Winterreifen von Semperit tragen zwei Profilindikatoren. Ein Indikator zeigt die „Vier-Millimeter-Profilgrenze“ an, unterhalb derer Winterreifen nicht mehr bei Schnee oder Eis zugelassen sind. Der zweite Profiltiefenindikator weist auf die gesetzliche Mindesttiefe von 1,6 mm hin.

 

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