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C. Böhm

Gary Paffet© C. Böhm

Rene Rast hält die Meisterschaft offen

Tausende Fans wollten sich die Rad an Rad Duelle der DTM-Piloten nicht entgehen lassen und pilgerten trotz regnerischen Wetter am vergangenen Samstag zum Red Bull Ring und wurden nicht enttäuscht. Auch das Wetter hatte ein Einsehen und die Sonne strahlte am Sonntag vom Himmel.

Eins vorweg, in der DTM bleibt es spannend bis zum Schluss, heißt bis zum letzten Rennwochenende Mitte Oktober am Hockenheimring. René Rast hat in Spielberg seine Erfolgsserie fortgesetzt. Der Audi-Pilot mit Wohnsitz in Vorarlberg gewann am Samstag, und auch am Sonntag war er nicht zu bremsen. Vor zwei Wochen holte er in der Eifel beide Pole-Positions und beide Rennsiege, und zieht nach diesem Wochenende nun mit vier Siegen in Folge mit Klaus Ludwig (1989), Nicola Larini (1993) und Alessandro Nannini (1993/1994 und 1996) gleich, denen dieses Kunststück ebenfalls gelungen ist.

"Ein weiteres unglaubliches Wochenende", sagte Rast , der Audi zudem den 100. Sieg in der DTM bescherte, nach dem Rennen. "Ich bin dankbar für das tolle Auto, das tolle Team und das Teamwork." Zweiter im 18. DTM-Saisonrennen wurde Nico Müller in einem weiteren Audi RS 5 DTM. Das Podium am Sonnatg komplettierte Gary Paffett als Dritter, der in der DTM-Fahrerwertung vor dem Finale in Hockenheim nun vier Punkte hinter Paul Di Resta liegt. Di Resta wurde am Sonntag nur Vierter. In Hockenheim haben daher nur mehr Di Resta, Paffett und Rast Chancen auf den Titel. Apropos Titel: In einer Wertung ist am Sonntag in Spielberg bereits die Entscheidung gefallen: Mercedes-AMG hatte bereits nach dem Qualifying die Markenwertung frühzeitig gewonnen. Vor dem Finale in Hockenheim sind die Stuttgarter von der Konkurrenz aus München und Ingolstadt nicht mehr einzuholen. Mercedes-AMG liegt mit 865 Punkten uneinholbar vor BMW (563) und Audi (483) in Führung.

Slicks oder keine Slicks - dieser Frage mussten sich die DTM-Teams am Samstag stellen. Auf halb trockenem und halb nassem Kurs landete der Titelanwärter René Rast in einem turbulenten ersten Rennen mit Safety-Car-Phasen, Indy-Car-Restart und jeder Menge Lackaustausch auf dem obersten Podest. Der halb trockene und abseits der Kampflinie nasse Asphalt forderte gleich in der ersten Runde des 17. DTM-Saisonrennens ein prominentes Opfer, als sich die Remuskurve für mehrere Piloten in eine Rutschpartie Richtung Kiesbett verwandelte. Am Ende des Tourenwagen-Dominos, unter anderen mit Loic Duval und dem Österreicher Philipp Eng, wurde der zu diesem Zeitpunkt Tabellenführende Gary Paffett am Heck von der Strecke geschoben. Packende Zweikämpfe, teilweise drei Autos nebeneinander, die Piloten mit dem Messer zwischen den Zähnen - so erlebte das Publikum ein unfassbar turbulentes Samstags-Rennen. Spektakulär für die Fans war vor allem auch ein Indy-Car-Restart in der Endphase, der dem lange Zeit führenden Pole- Mann Daniel Juncadella zu Verhängnis wurde. Der Spanier kassierte eine Zeitstrafe und viel ans Ende des Feldes zurück.

Bei perfektem Wetter wurden die Fans beim Showdown des DTM-Österreich-Gastspiels am Sonntag Zeugen einer weiteren Audi-Demonstration. Der Titelverteidiger René Rast machte mit seinem zweiten Sieg eine Riesenschritt in Richtung DTM-Krone, die derzeit noch für Mercedes reserviert scheint. Beim zweiten Teil des Heimspiels sicherte sich der Salzburger Philipp Eng den 9. Platz, der Tiroler Lucas Auer musste seinen Boliden wegen Getriebe-Problemen leider in der Box abstellen. Besser lief es für Lucas Auer und Philipp Eng am Samstag, da belegten die beiden die Plätze sechs und acht.

Gary Paffett, der am Samstag seine Tabellenführung an Landsmann Paul Di Resta verlor, startete am Sonntag von der Pole Position. An der Spitze kämpften die beiden Mercedes-Piloten mit René Rast und Nico Müller, die auch schon am Samstag die stärksten Gegner waren. Der Start-Phase lieferte sich der Brite mit dem Audi-Piloten Nico Müller einen beherzten Kampf, musste den Schweizer aber bald ziehen lassen. Der Titelverteidiger und Samstags-Sieger René Rast lauerte einige Positionen dahinter, um seine Audi-Vorhut den Weg zum Doppelerfolg und zum historischen vierten Sieg in Folge ebnen zu lassen. Hier ging Audi Teamwork vor Einzelsieg, denn rast bliebt damit weiter im rennen um den Titel.

Nach Mattias Ekström beim DTM-Auftakt in Hockenheim und Alessandro Zanardi bei der DTM-Nachtpremiere in Misano war in Spielberg Rallye-Ass Sébastien Ogier der dritte Gastfahrer in dieser Saison. Nach Platz zwölf in dem turbulenten Samstagsrennen belegte der fünfmalige Rallye-Weltmeister am Sonntag Platz 17, nachdem es einige Missverständnisse betreffend Boxenstopp gab. "Das war eine tolle Erfahrung für mich. Das ist eine ganze andere Nummer als Rallye", resümierte ein sichtlich mitgenommener Sebastien Ogier.

Unglaublich was der neue DTM Chef Gerhard Berger mit seinem Team zu bieten hat. Motorsport zum Angreifen mit Pitwalk, Interview-und Autogrammterminen, spannendem Rahmenprogramm Formel 3 sowie der BOSS GP Rennserie. Als Draufgabe gabs noch prominente Gäste im Fahrerleger.

Die DTM 2018 hatte für die Fans am Spielberg auch am Renn-Wochenende einen Pit Walk, Autogramm- Sessions, Zugang zur Startaufstellung sowie die Partnerserien FIA Formel-3-Europameisterschaftmit zwei Siegen und einem zweiten Platz von Mick Schumacher. Mit ausgezeichneten Starts und soliden Leistungen in beiden Heimrennen am Sonntag fuhr der Österreicher Ferdinand Habsburg-Lothringen auf die Punkteränge 8 und 6.

Sehr spektakulär auch die Rennserie BOSS GP, die mit legendären Rennautos aus F1, Indicar und F2 aufwarteten.

René RAST: "Die DTM ist eine Achterbahn, die geht hoch und runter. Vier Siege in Folge sind relativ unwahrscheinlich. Deshalb kann man eigentlich nicht davon ausgehen, wenn man hier anreist, das zu wiederholen, was man am Nürburgring geschafft hat. Ich bin natürlich super happy und glaube, wir haben die Meisterschaft jetzt noch ein Stück spannender gemacht."

DTM nach Spoielberg

1. Paul di Resta Mercedes AMG 229

2. Gary Paffett Mercedes AMG 225

3. Rene Rast Audon RS 5 199

4. Marco Wittmann BMW M4 143

5. Rdoardo Mortara Mercedes AMG 139

6. Timo Glock BMW M4 127

7. Lucas Auer Mercedes AMG 118

8., Pascal Wehrlein Mercedes AMG 108

9. Philipp Eng BMW M4 98

10.Mike Rockenfellner Audi RS5 79

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