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Der Ford Fiesta ist erstmals seit 2010 wieder meistverkauftes Modell in Europa - vor dem VW Golf. Und das hat mehrere Gründe.© Jato

Fiesta überholt Golf

Beim epischen Verkaufs-Battle zwischen VW Golf und Ford Fiesta gibt es einen neuen Sieger. Jato Dynamics liefert drei Gründe, warum der Kölner den Wolfsburger vom Europäischen Thron gestoßen hat.

Es ist durchaus ein historisches Ereignis. Zum ersten Mal seit sieben Jahren verlor der populäre Kompakte von Volkswagen seinen Spitzenplatz. Genau das passierte übrigens das letzte Mal im März 2010. Im März 2017 gingen die Golf-Zulassungen um 16,9% zurück, während der Fiesta um 11,8 Prozent klettern konnte. Und das in einem europäischen Automarkt, der um knapp elf Prozent zulegen konnte. Was steckt dahinter?

Erstens: Die Auffrischung

Der aktuelle Golf wurde im Jahr 2012 ins Leben gerufen und wurde jüngst überarbeitet. Und nun befinden wir uns in der natürlichen Flaute zwischen Golf „alt“ und Golf „neu“. Das ist ein bekannter Trend, wenn ein Hersteller ein Update einführt. Anders beim Fiesta, der bereits im Jahr 2008 eingeführt wurde. Der Nachfolger wird bereits emsig entwickelt und das aktuelle Modell wird mit Preiszuckerl gepusht.

Zweitens: Diesel-Gate

Ein weiterer Grund für die zweite Position des Golfs steht im Zusammenhang mit der Diesel-Situation in Europa. In den letzten 18 Monaten haben wir nicht nur die Effekte des Dieselgates gesehen, sondern auch die zunehmende Reputation rund um diesen Treibstofftyp. Regierungen attakieren durch Verbote den Diesel und das hat natürlich einen Einfluss auf die Nachfrage.

Die Ergebnisse im ersten Quartal für Europa zeigen, dass die Diesel-Zulassungen für Kompakte um 5,3 Prozent geafallen sind. Aufgrund der hohen Stückzahlen des Golf-Diesels, winkt dem VW dadurch aber ein Rückgang von 15,1%.

Im Gegensatz dazu sitzt die Fiesta im B-Segment, wo der Diesel kein wirklich wichtiger Brennstofftyp ist. Nur 20 Prozent aller Fahrzeuge in diesem Segment werden mit Diesel geordert. Der Fiesta-Diesel zählte nur 17% seiner Zulassungen in Europa.

Drittens: Preiszuckerl

Last but not least die Anreize. Die Forschung zeigt, dass der durchschnittliche Anreiz (der alle Arten von Rabatten umfasst) im ersten Quartal und besonders im März für den Ford höher und intensiver war, als für den Golf. Mit anderen Worten, der Rabatt wuchs gegenüber Februar stärker für den Fiesta in den europäischen Märkten. Und das lockte mehr Käufer zum Fiesta, während VW beim Golf vorsichtiger rabattierte.

Was kommt als nächstes?

Es ist wahrscheinlich, dass der Golf im April und in den kommenden Monaten wieder in die Spitzenposition kommt. Die aktualisierte Version hat alles, um die Dominanz dieses Modells in Europa zu gewährleisten. Ford bereitet mittlerweile die neue Generation seines Fiesta vor und wird bei der Einführung allerdings wieder zulegen. Es bleibt also ein knallhartes Duell. Es sei denn, der Diesel-Abschwung wird ernster. Dann würden die Karten neu gemischt.

 

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