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Dynamisch & effizient

Mit einem nur behutsam aufgefrischten Design, dafür aber jeder Menge Technik geht der Porsche Cayenne in die dritte Runde. Was ihn vom Vorgänger unterscheidet und wie das SUV überraschen kann, lesen Sie hier.

Porsche hat sein größtes Pferd im Stall mit einer dritten Generation neu aufgelegt. Das mag zwar nicht auffallen, wenn man ihn von Vorne betrachtet, wohl aber, wenn man dem Cayenne auf den Hintern schielt. Der sorgte nämlich beim Vorgängermodell für einige Diskussionen. Für viele war er zu weich gezeichnet, zu verwechselbar oder schlichtweg ein Kniefall vor dem immer noch extrem wachsenden Asiatischen Markt. Beim neuen Modell hat man allerdings für einen, zumindest nach mitteleuropäischen Ansichten, schönen Rücken gesorgt. Die schlichten Heckleuchten, die von einem Leuchtband zusammengehalten werden, dürfen durchaus als gelungen bezeichnet werden. Sonst bleibt sich der Porsche treu – nicht nur bei der Optik, sondern auch im Auftritt. Mit dem Cayenne haben die Stuttgarter fast sowas wie eine europäische Version des Cadillac Escalade geschaffen. Natürlich ist der Deutsche besser verarbeitet, moderner, hat den besseren Antriebsstrang und ein um Welten agileres Fahrverhalten. Dennoch ist das SUV perfekt, um einen auf dicke Hose zu machen, denn es hat vor allem eines: Viel von eigentlich Allem.

Da wären erstmal die Ausmaße. Mit knapp fünf Metern Länge und zwei Metern Breite hat der Cayenne so viel Grundfläche wie ein kleines Studentenzimmer. Damit hat man zwar im Innenraum Platz für allerlei Schandtaten, nicht nur auf beiden Sitzreihen sondern auch im riesigen Kofferraum, den man allerdings mit nervenaufreibender Parkplatzsuche bezahlt. Noch nicht nur die Karosserie ist überdimensional, auch die Räder. An der Hinterachse sorgen 315er Walzen auf 21 Zoll-Felgen für genug Haftreibung. Aber um nochmal zum Innenraum zurückzukommen – die Passagiere erleben allen erdenklichen Luxus. Sämtliche Materialien sind hochwertig und deren Verarbeitung piekfein. Egal, in welcher Sitzreihe man Platz nimmt – man hat immer ein paar Knopferl zum Drücken. Hinten kann man seinen Teil der optionalen Vierzonen-Klimaanlage einstellen und entscheiden, ob man sein Hinterteil lieber heizen, oder kühlen möchte. Trotzdem ist der Place-to-be beim Cayenne S eindeutig der Fahrersitz. Dort thront man nicht nur fürstlich auf dem urbequemen Sessel, sondern ist unter anderem auch Herr über den Sechszylinder im Bug.

Dessen 2,9 Liter wirken in einem Auto, das vor Superlativen nur so strotzt, nicht wirklich berauschend. Allerdings verrichtet dieser Motor sonst seinen Dienst im weitaus sportlicheren Audi RS5. Das merkt man auch, denn die 440 PS beschleunigen selbst die Fahrende Burg, pardon, Schloss von Cayenne in unter 5 Sekunden auf 100, zeigt große Drehfreude und verwöhnt mit einem rassigen Sound. Wem das nicht reicht, kann ja zum Turbo 550 Pferden unter der Haube greifen. Der würde zwar noch besser zum Escalade-Vergleich passen, kostet und trinkt aber viel mehr als unser eh schon sehr gut motorisierter Cayenne S. Den plagt nämlich vor allem das Vorurteil der Spritschleuder – zu unrecht. Für ein SUV mit weit überzwei Tonnen Leergewicht und hoher Motorleistung benötigt der Porsche nämlich verschwindend geringe zehn Liter auf 100 Kilometer. Er ist zwar ein Feinspitz und verlangt nach teurem Super Plus, aber das gibt nur Abzüge in der B-Note. Mit Schuld an den angenehmen Trinksitten dürfte der Gewichtsverlust von knapp 100 Kilo im Vergleich zur letzten Generation sein. Gefühlt ist der Cayenne aber eine halbe Tonne leichter. Die Porsche-Fahrwerkstechniker schaffen es tatsächlich, die Gesetze der Physik zu ignorieren und ein, für ein SUV, fantastisches Fahrgefühl zu kreieren. Das macht einen Porsche doch zumindest zum Teil aus.

Nicht unerwähnt bleiben sollte die Armada an Assistenzsystemen. Sprachsteuerung, teilautonomes Fahren und sogar ein Nachtsicht-Assistent sind nur ein kleiner Auszug dessen, wie der Cayenne den Alltag, oder eben -nacht erleichtern kann. Dass der Spaß allerdings nicht billig ist, kann man sich denken. Beim Geld sind wir wieder beim Thema „Superlative“. Der Basispreis ist mit etwa 113.000 Euro nicht allzu knapp bemessen. Dass aber Details wie eine Vollleder-Ausstattung und schlüsselloses Motorstarten – und hier ist kein Keyless-Go gemeint – in der Aufpreisliste gelandet sind, enttäuscht ein wenig. Aber gut, wer sich darüber Gedanken macht, kann ihn sich vermutlich sowieso nicht leisten.

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