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Eryk Kepsky

© Eryk Kepsky

Abenteuerland - Teil 2

Im ersten Teil durften wir uns vom Skoda schon auf der Straße und auf einem Flugfeld überzeugen. Auch im leichten Gelände waren wir unterwegs. Doch der Härtetest stand uns noch bevor.

Der zweite Tag war im Programm als "Gelände-Marathon" tituliert. Nicht ohne Grund - mehr als 70 Kilometer ohne Straßen quer durch den Wald forderten Mensch und Material. Ersterer wurde durch ein gewisses "Jurassic Park-Gefühl" entschuldigt, der Kodiaq zeigte sich weiterhin unbeeindruckt. Diesen Wesenszug behielt er auch für die restliche Tour. Gespenstisch wurde es aber, nachdem wir den Wald verlassen hatten und uns zwischen den Mauern des Dorfes Dunje wiederfanden. Das Besondere an dieser Ortschaft - hier lebt keine Menschenseele, unser Kodiaq-Tross war vollkommen alleine. Wobei dieser Zustand gar nicht so besonders ist, wenn man sich einen Überblick über Mazedoniens Gemeinden verschafft. Von den 458 existierenden Dörfern sind 147 komplett verlassen, über hundert haben weniger als zehn Einwohner. Im Falle von Dunje blieben einige Häuser, Mauern und ein Friedhof ohne richtige Grabsteine über. Steinplatten ohne Inschrift, aber mit der eindeutigen Botschaft, dass es hier kein Leben gibt. Schaudernd verließen wir das Dorf in Richtung Nachtquartier. Auf dem Weg dorthin passierten wir Straßen, die zur Hälfte aus Asphalt, zur Hälfte aus Schlagloch bestanden und Dörfer, deren Häuser die Anmutung von temporären Festivalbehausungen hatten - stets begleitet von den wachsamen Augen der Bewohner. Ja, der Tag war anstrengend und die Nacht kurz.

Das beste zum Schluss

Trotzdem war der dritte Tag der vermutlich beeindruckendste des Eurotrek - aber das sollten wir ja frühmorgens noch nicht wissen. Da war die Stimmung ob des feucht-fröhlichen Wetters eher gedämpft, die Knochen noch vom Vortag ordentlich durchgeschüttelt. Aber im Kodiaq Platz genommen, richtete sich schon ein heimeliges Gefühl ein. Er wurde in den letzten Tagen zu einem kleinen, vollklimatisierten Wohnzimmer mit Lederausstattung. Darin machten wir uns auf, den Nationalpark Pelister zu erkunden. Einige Höhenmeter später dann ein Anblick, den man eigentlich als Werbesujet nutzen sollte - der Prespasee. Mazedonien teilt sich den See mit den Nachbarn Albanien und Griechenland. Nach ausgiebiger Endorphinausschüttung ging es weiter in den Nationalpark Galicica, wo es vielen von uns die Sprache verschlug. Wir fanden uns nämlich in einer Mischung aus Schottischen Highlands und roter Erde wieder. Dort verbrachten wir beinahe mehr Zeit als geplant - der Regen war in Verbindung mit dem lehmigen Boden eine echte Herausforderung für die Kodiaqs. Aber, wie auch sonst, absolvierten die Allradler auch diese Aufgabe mit Bravour. Die unfassbare Schönheit dieses Landes gipfelte in einem weiteren See. Der Ohridsee ist einer der ältesten Seen der Welt, beherbergt Lebensformen, die auf dem restlichen Planeten schon ausgestorben sind und ist unglaubliche 300 Meter tief.

Unterschätztes Land

Ja, wir haben Mazedonien unterschätzt. Auch die Hauptstadt Sofia ist sehenswert - nicht nur wegen den riesigen Statuen oder den bunten Märkten. Auch kulinarisch kommt ziemlich jeder Geschmack auf seine Kosten. Am vierten Tag hieß es dann Abschied nehmen - vom Abenteuerland und von unserem Kodiaq, der uns mit der Zeit schon irgendwie ans Herz gewachsen ist.

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