- Der Stoff aus dem Legenden sind
- 3,7!!
- Johannes! Brake, Brake, Brake, BRAKE!!!!
- Flinke Japaner auf Schnee
- Zurückblickend...sieht die Zukunft rosig aus.
- Bewusstseinserweiternd
- Porsche Cayenne Turbo: Schwergewichts-Meister
- Und ewig lockt das Elektromobil...
- Autosalon: Girls, Handy-Kameras und .... achja Autos.
- Mit Schlafsack und Iglu in eisigen Höhen
Tagebuch
von Willy Konecny
Autosalon: Girls, Handy-Kameras und .... achja Autos.
Genf 2011 - Paradies für die einen, Quelle der Erschöpfung für die anderen - und manchmal auch beides.
Der Wecker läutet um 4:30 Uhr - es geht nach Genf - auf den Autosalon. Eigentlich eine ganz interessante Sache und grundsätzlich für einen Autointeressierten Grund zur Freude. Doch um 4:30 Uhr fallen mir nur ganz wenige Sachen ein die um 4:30 Spass machen. Aufstehen gehört definitiv nicht dazu. Sei's drum. Also raus aus den Federn, frisch und fertig machen und Richtung Flughafen. Unser Dauertest Golf mit seinem 1,2-Liter-Benzin-Motörchen samt 85 PS überrascht mich jedes mal. Der Kleine macht richtig Laune. Um die Uhrzeit bin ich schnell am Flughafen. Es piepst wiedereinmal und auch wenn ich mir den intensiven Körperkontakt bei der Sicherheitskontrolle gerne erspart hätte, ist das Bording wenigstens halbwegs pünktlich.
Genf – eigentlich ganz nett, aber für meinen Geschmack zu nah an Frankreich. Erfreulich ist jedoch die Nähe zwischen Flughafen und Messegelände. Im Pressezentrum mache ich mich fertig für die Eroberung, obwohl ich jetzt schon weiß, dass mich der Autosalon am Ende völlig am Ende wieder ausspucken wird. Bewaffnet mit Kamera und Notizzetteln stürzte ich mich ins Treiben und wundere mich gleich einmal wie viele Journalisten es gibt. Selbst vor Kinder- und Hausfrauenarbeit schreckt man in einigen Redaktionen anscheinend nicht zurück.
Viele interessante Modelle sind zu sehen. Stur arbeite ich mich vorwärts und wundere mich nur immer wieder bei einem „Servus“ wie viele Österreicher man doch auch in der Schweiz trifft. Es bleibt kaum Zeit um sich einen interessanten Kandidaten näher anzusehen, schließlich steht noch viel Arbeit an. Bilder hier, Infos dort – es treibt mich ganz schön umher. Ich habe mir vorgenommen es nicht zu übertrieben und rechtzeitig kurze Sitzpausen einzuhalten. Doch im Trubel ist auch dieser gute Vorsatz irgendwo auf de Strecke geblieben. Langsam merke ich aber das Gewicht der Profi-Kamera die man mir umgehängt hat, obwohl ich die Beschreibung Laie beim Photographieren wohl perfekt ausfülle. Andererseits nehme ich meinen journalistischen Auftrag ernst, was man von den unzähligen „Profis“, die mit ihren Handy-Kameras durchschlendern und der Gattin und dem kleinen Sohn entspannt die neuersten mobilen Trends erklären, nicht zwangsläufig behaupten kann. Fast kommt es mir so vor, als seien die „Genf-Girls“ für viele männlichen Hormonhaushalte das Objekt der Begierde Nummer Eins und die Autos im Hintergrund werden eher als störend empfunden. Leicht amüsiert drehe ich weiter meine Runden. Ein paar nette Pressegespräche ergeben sich und hoffentlich auch ein paar nette Bilder – trotz zweier linker Augen.
Zurück in Wien bin ich erschöpft und ausgelaugt. Die vielen Informationen sind im Moment eher ein undurchsichtiger Brei. Ich hoffe auf einen erholsamen Schlaf und auf geordnete Verhältnisse wenn ich erwache. Genf 2011 – der Rest steht im Heft.
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