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Mazda 6 2,0i 16V
Der 626 Nachfolger will besonders mit seiner Sportlichkeit und seiner überkompletten Ausstattung versprengte Mazda-Kunden zurückgewinnen.
Das ist wirklich der neue Mazda 6 ?, eine Frage die ich während meiner Testzeit nicht nur einmal zu Gehör bekommen habe. Von den vielen Blicken will ich schon gar nicht mehr reden. Die Japaner schafften den schwierigen Spagat zwischen sportlich und praktisch, an welchem sich so mancher Gegner aus dem anderen Kontinent bereits die Zähne ausgebissen hat. Der "6" schaut schlanker aus, bietet aber dennoch mehr Platz als sein emotionsloser Vorfahre 626. Flach, schlank, schnittig, geräumig und sportlich, das sind keineswegs nur leere Versprechen einer Marketingschmiede. Sehen lassen kann sich auch der Innenraum. Feine Sache ist dabei die Alulook Mittelkonsole, mit vielen Drehreglern und runden Knöpfchen. Die Handhabung ist dennoch so einfach wie die einer Mikrowelle. Praktisch dabei: Der Display-Streifen oberhalb der Lüftungsöffnungen informiert über Klima, Radio und, wer will, den Benzinverbrauch. So lernt man nach kurzer Zeit die Kunst des blind Bedienens. Ab der TE Version sind Schaltknauf, Handbremshebel und Lenkrad mit Leder überzogen, und besonders Letzteres macht sich im Inneren des Sechser sehr gut. Der griffige Kranz verfügt nebenbei noch über Tasten, womit man dem Tempomat und dem Radio Befehle geben kann. Mehr Spaß als das Drücken von Tasten macht logischerweise die eigentliche Bedienung des Volant. Aktion und Reaktion sind angesagt, und wie der Mazda reagiert, ist eine echte Freude. Edle Zutaten wie Doppelquerlenker vorne und Multilenker hinten und eine straffe Abstimmung lassen die 1.280 Kilogramm schwere Limousine beinahe so flink wie den Ur-Roadster MX-5 durch die Kurven gleiten. Zwar schiebt im Falle des Falles ein elektronischer Beifahrer namens DSC einen 24 Stunden Wachdienst, doch zu einem Einsatz kommt es so gut wie nie. Was aber nicht daran liegt, dass der Motor eine Henderlbrust hat.
Der Benziner mit vier Heferln und zwei Litern Hubraum zaubert 141 PS bei 6.000 U/min und 181 Nm ab 4.100 U/min aus den Achseln. Der 16-Ventiler hängt sportwagenartig am Gas und reagiert blitzartig auf den Befehl des rechten Fußes. Wer will, kann bis zu 7.000 U/min orgeln. In diesem Bereich setzt der Benziner Geräusche frei, von welchen der flotte Nachwuchs mit GTI und Co. unterm Hintern nur träumen kann. Motorsound kommt, wie der Name sagt, eben doch vom Motor, und wie man beim Mazda hört geht es auch ohne Opa´s Ofenrohr am Heck. Die mittlere Benzinvariante (zur Erinnerung: es gibt noch einen 1,8er mit 120 PS und einen 2,3er mit 166 PS) begnügt sich mit knappen neun Litern Super im Durchschnitt. Das ist angesichts der Fahrleistungen (0-100 km/h in 9,7 sek. - V-max: 208 km/h) ein passabler Wert. Auch die Sitzposition ist selbst für zu groß geratene Piloten perfekt. Das Lenkrad kann in Tiefe und Neigung, und die sportlich komfortablen Sessel neben den üblichen Verstellmöglichkeiten auch in Höhe variiert werden. In der zweiten Reihe sitzt man nicht minder bequem. Bein- und Kopffreiheit sind top. Kaum zu glauben ist aber, dass der Kofferraum trotz seines schlanken Stylings theoretisch 500 Liter aufnehmen kann. Und alle die beim Umlegen der Rück- bank schon mal Blut und Wasser geschwitzt haben, wird folgendes Schmankerl erfreuen: Zum Umlegen der geteilten Rücksitzbank braucht man nur einen Hebel ziehen, und die Lehne klappt sich wie von Geisterhand (stimmt nicht ganz, denn in Wirklichkeit sorgt eine vorgespannte Feder für das Wunder) um. Auch bleiben umständliche Aktionen wie das Abbauen der Kopfstützen oder das Aufklappen der Sitzfläche, die allerdings bei Bedarf ganz ausgebaut werden kann, die Sorge anderer. Johannes Böhm

Technische Daten
Motor: Vierzylinder Ottomotor, DOHC, 16 Ventile
Hubraum: 1.999 ccm
max. Leistung: 141 PS
max. Drehmoment: 181 Nm bei 4.100 U/min
Fahrleistungen: 0-100 km/h in 9,7 sek.,v-max: 208 km/h
Testverbrauch: 9,3 l/100 km
Preis des Testwagens: Eur 25.800,-
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| Design | |
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