Ferrari California: La bella machina!
Norditalien gilt als Wiege der schnellen, seltenen und vor allem schönen Automobile. Hier öffneten einstmals elitäre Häuser wie Bugatti oder De Tomaso ihre Pforten. Lamborghini, Pagani und Maserati schmieden in der Emilia-Romana noch heute auto- mobile Träume. Und natürlich Ferrari!
Es herrscht Aufbruchsstimmung. Abenteuerlicher Entdeckergeist nimmt die Redaktion in Beschlag und eine Mischung aus Vorfreude und Ernüchterung macht sich breit. A: Es geht zu Ferrari. B: Wir pilgern motorisiert gen Süden. 796 Kilometer, gut siebeneinhalb Stunden und der Zeitplan ist eng wie ein Korsett. Dennoch überwiegt die Vorfreude. Ferrari ist schließlich Ferrari. Und Ferrari auf heiligem Boden in Empfang zu nehmen ist im übertragenen Sinne der Ritterschlag für jeden Motorjournalisten. Wir ziehen überraschend zügig über die Autobahn. Den verführerischen Orten Venezia, Padua und Bologna kehren wir den Rücken und steuern Maranello an. Maranello ist zwar nicht der Geburtsort von Ferrari, aber dieses kleine Städtchen mit rund 17.000 Einwohnern wurde von dem springenden Pferd gänzlich umarmt. Cafés, Trattorias, Hotels und Fan-Huldigungen in Form von Bildnissen an Hauswänden, das springende Pferd ist allgegenwärtig. Als wir uns dem historischen Firmeneingang in der „Via Abetone Inferiore“ nähern, dominieren nun endgültig die Farben Gelb und Rot. Zur Mittagszeit schwärmen die Werksmitarbeiter im Ferrari-Overall zum Pasta fassen und hinterlassen bunte Farbklekse im Straßenbild.


